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Aktuelles

Bewusste Sprache in der Berufsausbildung: Der wirkungsvolle Einsatz von vollständigen Namen und Adjektiven

Geschrieben von Petra Springer

Die Begleitung junger Menschen von heute ist weit weniger darauf ausgerichtet Fachwissen zu vermitteln, als vielmehr, sie in ihrer persönlichen Entwicklung zu begleiten.

Jean Giono schrieb in seinem Buch: „Der Mann der Bäume pflanzte“ so treffend: „Um wahrhaft außergewöhnliche Eigenschaften im Charakter eines Menschen zu entdecken, muss man das Glück haben, sein Tun über Jahre beobachten zu können.“
Wir haben dieses Glück! Als Berufspädagogen begleiten wir Menschen während ihres Ausbildungsprozesses oft in einem Zeitraum von mehreren Jahren. Dies ist ein Lebensabschnitt, in dem mehr denn je komplexe Anforderungen an junge Menschen gestellt werden und sie sich in einer herausfordernden Phase ihrer persönlichen Entwicklung befinden. Für uns als Berufspädagogen bedeutet das, die jungen Menschen anzunehmen in ihrem Sein und einen fruchtbaren Boden der Begegnung zu schaffen.
Die Sprache spielt dabei eine große Rolle. Für mich ist sie sogar der zentrale Schlüssel in der Begegnung mit jungen Menschen geworden. Als Diplommedizinpädagogin habe ich schon junge Menschen in der Pflegeausbildung begleitet. Das Lingva Eterna Sprach- und Kommunikationskonzept hat mir dafür eine neue Sichtweise eröffnet. Eine klare, wertschätzende Sprache wirkt sich direkt auf die Entwicklung der Werte und Haltungen der jungen Menschen aus uns formt damit ihren Charakter entscheidend mit. Mit ihr können wir ihre Potentiale entfalten. Wahrhaftige Gespräche mit Auszubildenden können stattfinden und wir beugen Missverständnissen vor. Auch die fachglichen Inhalte der Ausbildung können wir ihnen mit diesem Konzept greifbarer und erlebbarer darbieten.

Von „Alex“ zu Alexander –
Die Bedeutung des Namens
Eine interessante und tiefgreifende Erfahrung habe ich mit der Anrede der Auszubildenden gemacht. Junge Menschen agieren mit ihrem Vornamen oft unbewusst. Der Name ist ihnen zu lang, der Doppelname zu altmodisch, der Kosename familiär vertraut und der Spitzname die Identifikation mit dem Freundeskreis. „Alle nennen mich Jojo.“, „Ich war schon immer der Alex.“ oder „Sagen Sie einfach Biene.“
Unsere Identifikation unseres Selbst beginnt mit unserem Namen. Er gibt uns Raum uns zu zeigen und unser Potential zu leben.
Ich habe in diesen Situationen die Auszubildenden um Erlaubnis gebeten, sie mit ihrem vollständigen Namen
ansprechen zu dürfen. Die Wirkung war immens. Aus „Biene“ wurde
Sabine. Eine junge Frau mit strahlenden Augen und einem wachen Blick. Jedes „Sabine“ zauberte ihr ein Lächeln ins Gesicht. Beim Hören ihres vol-
ständigen Namens änderte sich ihre ganze Körperhaltung und sie wurde präsent. Ihr Selbstbewusstsein wurde sichtbar. Der „kleine Alex“ ging mit seinem vollen Namen „Alexander“ in seine ganze Verantwortung. Von diesem Moment an begegneten ihm seine Mitschüler mit Respekt. Alexander fand seine Position im Kurs und in der Ausbildung.
Das Selbstbewusstsein der Auszubildenden stärken beginnt bei der wertschätzenden Anrede mit ihrem vollständigen Namen. Selbstbewusstsein heißt: sich selbst - bewusst – sein. Der Name ist der Schlüssel. Sie werden erleben, wie dankbar junge Menschen für dieses Geschenk sind und werden es in jeder Begegnung im Ausbildungsprozess spüren.

Mit Sprache eine wertschätzende Wirklichkeit schaffen
Wenn Sie sich Ihrer Sprache bewusst sind, werden Sie klar, wertschätzend und zielorientiert kommunizieren. Sie schaffen mit Ihrer Sprache ein positives Feld der beruflichen Bildung, geprägt von Vertrauen und einem achtsamen Miteinander. Es wird Ihnen noch leichter gelingen, Ihre Auszubildenden zu erreichen.
Lassen Sie sich auf diese faszinierende Reise ein und entdecken Sie Ihren Wort-Schatz und seine Wirkung.

Jedes Wort wirkt
Unserer Sprache ist reich an wunderbaren Wörtern. Für diesen Beitrag habe ich insbesondere Adjektive in den Blick genommen.

Der wirkungsvolle Einsatz
von Adjektiven – wie wundervoll „megacool“ ist
Junge Menschen haben das starke Bedürfnis nach Verbundenheit und Zugehörigkeit. Gleichsam brauchen sie im Ausbildungsprozess ein Umfeld, in dem sie selbstbestimmt und selbstwirksam wirken können.
Viele Auszubildende sind geprägt von einer jugendlichen Leichtigkeit in ihrer Wortwahl. Sicher kennen Sie Formulierungen wie: „voll krass“, uncool“, „ätzend“, „assi“ oder „endgeil“. Wissen Sie nach diesen Aussagen wirklich, was in den Jugendlichen vor sich geht? Wissen Sie, wie die Auszubildenden das Praktikum erlebt haben? Sicher nicht. Diese Worte gehören unreflektiert zum sprachlichen Alltag der Auszubildenden. Sie machen Auszubildende unbemerkt „sprachlos“.
Den Wortschatz mit Adjektiven zu erweitern und diese bewusst zu nutzen ermöglicht den jungen Menschen eine bewusste Wahrnehmung. Sie gibt ihnen die Möglichkeit, Gedanken und Gefühle in Worte zu fassen, sich selbst zu erkennen, klar und präsent zu sein.
Nutzen Sie bewusst Adjektive im Unterrichtsgespräch. Beschreiben Sie Situationen bildhaft und gestalten Sie mit wohltuenden Adjektive jede Ansprache. Nehmen Sie Worte wie: achtsam, wertvoll, friedlich, sicher, wirksam, kristallklar und wohltuend in Ihren aktiven Sprachgebrauch.

Petra Springer ist ausgebildete Krankenschwester und hat ein Studium zur Diplommedizinpädagogik an der Humboldt Universität in Berlin absolviert. Sie war viele Jahre als Schulleiterin für Berufe in der Gesundheits- und Krankenpflege tätig. Mittlerweile ist sie selbständig. Als Fachdozentin und Coach für Lingva Eterna hält sie Vorträge, berät und begleitet Einzelpersonen, Teams, Führungskräfte und Unternehmen. Sie ist Mitglied der LINGVA ETERNA Dozentenvereinigung e.V. und lebt im Raum Berlin.

Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Buchtipp: „Jedes Wort wirkt! Bewusste Sprache in der Pädagogik, Herausgeber Mechthild R. von Scheurl-Defersdorf. In diesem Buch stellt Petra Springer in einem eigenen Beitrag ihre Erfahrungen mit Lingva Eterna in der Ausbildung vor, insbesondere im pflegerischen Kontext.

Bundesweites Mentorenprogramm für Fachschulen für Sozialpädagogik: Balu und Du

Geschrieben von Imke Lehmkuhl

„Balu und Du“ ist ein bundesweites Mentorenprogramm, das Grundschulkinder im außerschulischen Bereich fördert, damit diese lernen, die Herausforderungen des Alltags erfolgreich zu meistern. Am Standort Syke in Niedersachsen und Umgebung wird das Projekt seit 2007 durchgeführt. Zunächst wurde die Realisierung des Vorhabens von einem freien Träger der Jugendhilfe in enger Kooperation mit der BBS Syke EUROPASCHULE koordiniert. Ausschlaggebender Punkt der Initiierung seitens des freien Trägers damals war es, ein niedrigschwelliges Angebot für Grundschulkinder anzubieten, welches die Ressourcen des Kindes aktiviert und erweitert. Durch die Implementierung von Balu und Du als optionales Lernangebot in der Fachschule Sozialpädagogik konnte mit durchschnittlich 16 Balus eine vergleichsweise hohe und kontinuierliche Teilnehmerzahl gewährleistet werden.

Explorieren oder 1:1-Betreuung
Eine win-win Situation für beide Beteiligten: Die Moglis erhalten eine Chance zu explorieren und die Balus erhalten eine Möglichkeit, sich in einer 1:1-Betreuung zu erproben, und mit Lebenslagen anderer Menschen in Berührung zu kommen, welche nicht der eigenen entsprechen. Eine Basis, die im berufsbezogenen Unterricht in dieser Form kaum so dicht am praktischen Beispiel vermittelt werden kann. Aufgrund dessen ist Balu und Du als großer Gewinn für die Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin und zum staatlich anerkannten Erzieher zu bewerten.

Gesellschaftliche und soziale Lage von Kinder erfassen
Obwohl es hier um eine Freundschaft geht, welche per se nicht Bestandteil des professionellen Selbstverständnisses einer Erzieherin oder eines Erziehers ist, kann in geschütztem Rahmen ein fachlich adäquates Nähe-, und Distanzverhalten erprobt werden. Laut Niedersächsischen Rahmenrichtlinien für das Fach berufsbezogener Unterricht der Fachschule Sozialpädagogik, „… fällt den Erzieherinnen und Erziehern eine hohe Verantwortung beim Erkennen und Fördern von Begabungen sowie bei der Kompensation und dem Abbau von Benachteiligungen zu.“. Dies setzt voraus, dass sie „… die gesellschaftliche und soziale Lage von Kindern (…) erfassen und gezielte Unterstützung in besonderen Lebenssituationen leisten können.“ Die Teilnahme an Balu und Du trägt zur Kompetenzentwicklung in diesem Bereich maßgeblich bei.
Darüber hinaus können u. a. Erfahrungen gemacht werden in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Eltern, Beziehungsaufbau und deren Erhalt, Organisation von kostengünstiger Freizeitgestaltung und kollegialer Beratung im Kontext der wöchentlichen Reflexionstreffen. Hier treffen sich die Balus im Rahmen des Unterrichts mit der Projektkoordinatorin, tauschen sich über ihre Erfahrungen aus und entwickeln Handlungsstrategien.

Informelles Lernen fördern
Während wir beim Mogli den Schatz des informellen Lernens preisen, so findet genau dieses Lernen ebenso bei den Balus statt: Scheinbar beiläufig werden Unterrichtsinhalte aus dem berufsbezogenen Bereich in die Reflexionen mit eingeflochten und damit über das Maß des regulären Unterrichts praktisch begreifbar gemacht. Dabei ist es von Vorteil, dass sich ein Hauptaugenmerk in dieser Klassenstufe auf die Entwicklungspsychologie des Grundschulkindes bezieht.

Trägerschaft BBS Syke Europaschule
Seit dem Schuljahr 2014/2015 wird das Projekt unter alleiniger Trägerschaft der BBS Syke EUROPASCHULE realisiert, wobei die Aufgabe der Projektkoordination von der gleichen Person übernommen wird. Dank der großen Unterstützung seitens des Schulleiters Horst Burghardt und dem gesamten Team Sozialpädagogik kann dieses Projekt nachhaltig durchgeführt werden. Die Schule bietet einem Teil der Schülerschaft somit die Möglichkeit, ihre Persönlichkeitsentwicklung durch Service Learning entschieden voran zu treiben.

Teil des Lebens werden
Soweit zur Theorie. Hält dies auch der Ansicht einer ehemaligen Auszubildenden Stand? Tasja Schröder meint hierzu: „Sich auf einen kleinen Menschen einzulassen, sich auf seine ganz besondere Lebensgeschichte einzustellen und Teil seines Lebens zu werden – das und noch viel mehr habe ich in dem Projekt Balu und Du lernen dürfen! Ganz besonders wachsen konnte ich an all den neuen Situationen, in denen vor allem Spontanität und Flexibilität gefragt waren. Viele tolle praktische Erfahrungen machen das Projekt zu einer großen Bereicherung für meine Erzieherausbildung und meine persönliche Entwicklung!“

Gemeinsame Fachtagung von VLB und BLV: Individuelle Förderung an beruflichen Schulen

Geschrieben von Super User

Die „Individuelle Förderung an beruflichen Schulen“, eine ressourcenfordernde und -stärkende Wegbegleitung, stand im Fokus der dritten Fachtagung des BLV Baden Württemberg am 26.10.2015 in Ulm.

Geplant und ausgeführt wurde diese in Kooperation mit dem Verband der Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern (VLB). Aus dieser guten Zusammenarbeit entstand der beidseitige Wunsch, weitere Tagungen zu konzipieren.

Die einführenden Worte wurden vom BLV-Vorsitzenden Herbert Huber und dem Vorsitzenden des Verbandes der Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern (VLB), Jürgen Wunderlich, gesprochen. Die aktuelle Situation der wachsenden Anzahl von jugendlichen Flüchtlingen wurde hier als neue Anforderung auch an die individuelle Förderung in den Mittelpunkt gestellt. Der ohnehin große Bogen der Heterogenität unserer Schülerschaft wird hier in einem neuen Spannungsfeld stehen.

Förderung und Finanzierung

Ministerialdirektor Klaus Lorenz hat in seinem Vortrag die Entwicklung der individuellen Förderung aus der Sicht des Ministeriums für Kultus und Sport in Baden-Württemberg aufgezeigt. Als Schwerpunkt benennt er die positive Entwicklung der individuellen Förderung, da in steigendem Maße Mittel für diese Schüler bereitgestellt werden. Lorenz verwies in diesem Zusammenhang auf die richtungweisende Arbeit und die Empfehlungen der Enquetekommission „Fit fürs Leben in der Wissenschaftsgesellschaft – berufliche Schulen, Aus- und Weiterbildung“ aus den Jahren 2009-2010.

Aufgrund der Empfehlungen zur individuellen Förderung ist ein Bündel von Initiativen entstanden, die seitens des Kultusministeriums bisher durch drei Fachtagungen unterstützt wurden, eine vierte sei in der Planungsphase. Der Schüler steht durch diese verstärkte Fokussierung auf die individuelle Förderung zunehmend im Mittelpunkt, es ist ein Wechsel vom früheren Paradigma der Homogenität zur Inhomogenität als Basis des pädagogischen Handelns.

Obwohl das Spektrum der beruflichen Schulen breit ist, liegt der Fokus der Politik und die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit in starkem Maße im Bereich der Beschulung von den Jugendlichen aus bildungsfernem Umfeld, den Schülerinnen und Schülern mit besonderem Förderungsbedarf, mit und ohne Migrationshintergrund. VAB, VABO, AVdual, der Schulversuch BFPE sowie Indus als Unterstützung in der Berufsschule und die „Mathebrücke“ mit Übungsaufgaben als eine Lernplattform, die der Erleichterung des Übergangs in die beruflichen Oberstufen dienen soll, seien hier als Beispiele genannt.

Initiierung von selbst gesteuerten Lernprozessen

Die Förderung braucht Zeit, Konzepte und Ressourcen. Abbruchquoten von 20%, wie in der Oberstufe, sollen verringert werden. Mehr selbst gesteuerte Lernprozesse werden deshalb in der Oberstufe initiiert. Es gibt Spielräume für die individuelle Förderung, die das Ministerium für Kultus und Sport von den Schulen möglichst flexibel handhaben lassen will.

Mit dem Blick auf den einzelnen Schüler werden Qualitätsdimensionen, Beziehungsgestaltung, Lernzeitgestaltung sowie Lernweganalysen so verstärkt für eine präzise Förderung in den Blick genommen. Schülerspezifische Aufgaben erschaffen in ihrer Konsequenz auch ein für alle förderliches Lernklima. Deshalb wird den Schulen bei den Entwicklungen ihrer Konzepte möglichst viel Freiraum gelassen.

Die Nutzung digitaler Endgeräte soll in starkem Maße in der Zukunft den Unterricht ergänzen. In den ersten Tranchen erproben berufliche Gymnasien den Tableteinsatz. Die Kosten der Ausstattung werden durch die Schulträger geleistet. Als einen nächsten Schritt soll der Tableteinsatz auch in den Berufsschulen eingeführt werden.

Lernen ohne Lehren

Der anschließende Vortrag von Prof. Dr. Rolf Arnold stellte die Bedeutung der Selbststrukturierung der Schüler (konstruktivistischer Ansatz), die systemische Pädagogik sowie eine Neustrukturierung der Rolle des Lehrers in den Vordergrund.

Der Begriff der Professionalität muss neu gedacht werden. Die berufliche Bildung ist der Vorreiter der Veränderungsbewegung in Deutschland. Auch die Vorstellung über den Begriff des Berufs steht vor einer Veränderung. Es gibt unheilige Allianzen zwischen empirischer Forschung und Schulaufsicht. Zahlen und Fakten decken sich hier nicht immer mit der Wirklichkeit. Hingegen bleibt der Trend „so bleiben zu wollen, wie man ist“, nicht nur bei den Schülern ungebrochen.

Dass das Lehren eine notwendige Voraussetzung für das Lernen sei, ist, entgegen wissenschaftlicher Erkenntnis, noch eine weithin verbreitete Vorstellung.

Als Beispiel erwähnt Prof. Dr. Arnold seinen Umgang mit Arbeitsgruppen: Wenn er um Hilfe gebeten wird, lässt er sich das Problem darlegen, verlässt dann den Raum mit einem simulierten Schwächanfall und kehrt erst nach einiger Zeit zurück. Meist haben die Gruppen sich in der Zwischenzeit selbst organisiert und das Problem gelöst. Hier sei auch ein offener Erwartungshorizont wichtig, denn es kommt nicht immer genau das heraus, was geplant war, dafür jedoch oft Neues und Umfassenderes. Es lohne sich für die Gruppe, wenn die Lehrperson dieses Risiko einginge.

Kompetenzen entwickeln sich von selbst

Worum geht es, wenn man individuell fördert? Das Individuum soll so in Erscheinung treten können und dürfen, wie es ist. Alles, was wir vermitteln, unterliegt einer schnellen Veralterung. Wissen ist fluide (und dies ist keine Gefahr). Auch sind Wissen und Kompetenz keine Gegensätze. Um kompetent handeln zu können, brauchen wir Expertisewissen. Man kann viel wissen ohne kompetent zu sein. Die Kompetenzreifung wird hier zum Schlüsselbegriff.

Entwicklungsländer, in die das Duale System exportiert werden soll, müssen in ihrem Sein wahrgenommen werden und ihren eigenen Entwicklungsprozess gestalten. Berufliche Bildung und Gewerbeförderung sind hier ein spannender systemischer Ansatz.

Die Vorstellung, dass Systeme den Schülern aufoktroyiert werden können, ist dysfunktional. Jedes Lernen ist ein Selbstlernen. Das Lehren ist keine Voraussetzung für das Lernen.

Arbeiten in Workshops

Am Nachmittag konnten im Rahmen der Workshops Inhalte vertieft und Erfahrungen gesammelt werden.

Wir danken der Referentin und den Referenten sowie den Workshopleiterinnen und Workshopleitern für ihre Vorträge und ihr Engagement.

Wir danken Tim Hybl und Alexander Konzack und ihren Mitarbeitern von der BB Bank für ihre finanzielle Unterstützung, die es uns ermöglichte, im architektonisch großzügig gestalteten Stadthaus Ulm die Vorträge und das gemeinsame Essen stattfinden lassen zu können.

Nicht zuletzt danken wir Markus Pfeil, dem Schulleiter der Friedrich-List-Schule in Ulm, der uns am Nachmittag in seinem Schulhaus Räume für unsere Workshops überlassen hat.

Neuer Studiengang „Ingenieurpädagogik“ an der Hochschule Landshut: Kooperation mit der TU München in der Lehrerbildung für Metall- und Elektrotechnik

Geschrieben von Prof. Dr. Dietmar Heisler / Prof. Dr. Alfred Riedl

Mit einem Festakt beging die Hochschule Landshut am 23.11.2015 den Start ihres neuen Bachelor-Studiengangs Ingenieurpädagogik. Seit dem Wintersemester 2015/16 stehen hier die beiden beruflichen Fachrichtungen Metalltechnik oder Elektro- und Informationstechnik zur Wahl. Als Unterrichtsfach sind die Fächer Mathematik und Physik möglich. Der Studiengang enthält neben umfangreichen ingenieurwissenschaftlichen Inhalten auch sozial- und erziehungswissenschaftliche Anteile. Er qualifiziert so für eine Tätigkeit als Berufspädagogin oder Berufspädagoge und bereitet außerdem auf eine spätere Tätigkeit als Lehrkraft an beruflichen Schulen vor.

Vom Ingenieurpädagogen zum
Master Berufliche Bildung
An der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Landshut können Ingenieurpädagogik-Studierende zunächst den Abschluss Bachelor of Engineering (B.Eng.) erwerben. Damit steht ihnen bereits der Weg als Berufspädagogin oder Berufspädagoge offen. Sie sind so z.B. in der außerschulischen oder in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung einsetzbar. Da der Studiengang Ingenieurpädagogik in enger Abstimmung mit der TUM School of Education konzipiert wurde, ist er hochaffin zum TU-Lehramtsstudiengang Bachelor Berufliche Bildung gestaltet. Durch eine von den Präsidenten der Hochschule Landshut und der TU München unterzeichnete Kooperationsvereinbarung ist zudem sichergestellt, dass die Absolventinnen und Absolventen der Ingenieurpädagogik aus Landshut unmittelbar in den Master Berufliche Bildung an der TU München einmünden können. Mit dem Masterabschluss an der TUM steht ihnen dann das Referendariat für das Lehramt an beruflichen Schulen ebenso offen, wie die spätere Tätigkeit als Lehrkraft an beruflichen Schulenww.

Innovatives Kooperationsmodell
Der Erfolg der in dieser Form bisher einmaligen Kooperation in der Lehrerbildung für ein berufliches Lehramt zeichnet sich bereits mit dem Start des Studiengangs Ingenieurpädagogik und der ersten Immatrikulationsmöglichkeit von Studierenden zum Wintersemester 2015/16 ab. So haben 19 Personen in der beruflichen Fachrichtungen Metalltechnik ihr Studium aufgenommen, neun in der Fachrichtung Elektro- und Informationstechnik. Damit ist es diesem innovativen Kooperationsmodell für die Lehrerbildung offensichtlich gelungen, eine bisher kaum erreichte Zielgruppe für das Lehramt an beruflichen Schulen in der Region um Landshut anzusprechen. Sollte sich dieses Konzept längerfristig als erfolgreich zeigen, könnte gerade in den Mangelfächern Metalltechnik sowie Elektro- und Informationstechnik künftig auf Not- und Sondermaßnahmen zugunsten einer grundständigen Professionalisierung von Lehrkräften verzichtet werden.

Erfolgversprechende Entwicklungslinie
In diese Richtung zielt auch der im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung neu entwickelte „Integrierte Masterstudiengang Berufliche Bildung“, der im Zusammenwirken zwischen TU München und dem Staatlichen Studienseminar die Masterphase für Berufliche Bildung und den Vorbereitungsdienst miteinander verbindet. Dieser soll zum Wintersemester 2016/17 starten. Der auf sechs Semester angelegte, integrierte Masterstudiengang ist für Bachelor-Absolventen von Hochschulen für angewandte Wissenschaften ebenso offen, wie für Universitätsabsolventen in einem fachwissenschaftlichen Studiengang. Beide Ansätze stehen komplementär nebeneinander und zielen auf eine Nachwuchssicherung im Lehramt an beruflichen Schulen. Insbesondere die Kooperation zwischen der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Landshut und der Technischen Universität München zeigt hier eine bereits auf dem Weg befindliche, erfolgversprechende Entwicklungslinie auf.

Deutschlandstipendien für fünf Studierende
Zur Festveranstaltung zur Einführung des Studiengangs Ingenieurpädagogik begrüßte zunächst der Präsident der Hochschule, Prof. Dr. Karl Stoffel, die gekommenen Gäste und Studierenden. Nach einem Grußwort von Staatssekretär Bernd Sibler nahm Prof. Dr. Alfred Riedl von der TUM School of Education eine Einschätzung zur Bedeutung des Studiengangs Ingenieurpädagogik vor. Prof. Riedl war als Studiendekan für das berufliche Lehramt an der School of Education federführend für die TUM bei den Kooperationsgesprächen mit der Hochschule Landshut. Prof. Dr. Dietmar Heisler stellte dar: „Was ist ein Ingenieurpädagoge?“ Prof. Heisler ist der neu berufene Inhaber der Professur für „Pädagogik für berufliche Schulen und Weiterbildung“ an der Hochschule Landshut, der sich künftig als Studiengangverantwortlicher besonders um den neu eingerichteten Studiengang kümmern wird. Am Ende der Veranstaltung erfolgte die Verleihung von fünf Deutschlandstipendien an Studierende der Ingenieurpädagogik, die von der TÜV Süd Stiftung speziell für diesen Studiengang ausgebracht worden sind. Die Übergabe der Urkunden nahm Horst Schneider vor.

Personalratswahlen 2016: Was Sie zu den Personalratswahlen wissen sollten

Geschrieben von Wolfgang Lambl

Mit dieser Zusammenstellung geben wir Ihnen einen Überblick über die Personalratswahlen 2016.

1. Wahlvorstand
Der örtliche Personalrat bestellt den Wahlvorstand. Ihm gehören mindestens drei Mitglieder an. Auch die Mitglieder des Wahlvorstandes können für den Personalrat kandidieren. Der Wahlvorstand führt die Wahl durch. Er darf darin nicht behindert werden. Die Dienststelle hat den Wahlvorstand umfänglich zu unterstützen und trägt die Kosten.

2. Beschäftigtenzahl, Wählerverzeichnis
Der örtliche Wahlvorstand stellt die Anzahl der Beschäftigten und deren Verteilung auf die Gruppen (Beamte, Angestellte), sowie die Verteilung männlich-weiblich fest und erstellt das Wählerverzeichnis. Das Wählerverzeichnis muss an geeigneter Stelle zur Einsicht ausgelegt werden.

3. Vorabstimmungen
Vorabstimmungen sind notwendig, wenn der Personalrat aus mehr als einer Person besteht, aber eine gemeinsame Wahl von Beamten und Arbeitnehmern durchgeführt wird.
Formularvorschlag: Ich stimme einer gemeinsamen Abstimmung von Beamten und Arbeitnehmern zu, d. h., es gibt eine gemeinsame Liste.
(Personenwahl statt Listenwahl)
O ja     O nein

Die Vorabstimmungen werden nicht vom Wahlvorstand durchgeführt, sondern von einem Abstimmungsvorstand, der aus mindestens drei wahlberechtigten Beschäftigten in geheimen und nach Gruppen getrennten Abstimmungen zustande gekommen ist. Jede Gruppe muss im Abstimmungsvorstand vertreten sein. Die Ergebnisse werden dem Wahlvorstand mitgeteilt.

4. Verselbständigung
Nebenstellen und Teile der Dienststelle, die räumlich weit voneinander getrennt sind und durch den Aufgabenbereich und die Organisation eigenständig sind, gelten als selbständig, wenn die Mehrheit der Beschäftigten an den Dienststellenteilen dies in geheimer Wahl beschließt.

5. Ermittlung der Anzahl der Sitze im örtlichen Personalrat
Der Wahlvorstand ermittelt die Anzahl und die Verteilung der Sitze im künftigen Personalrat:
1 Sitz bei 5 – 20 wahlberechtigten
Beschäftigten
3 Sitze bei 21 – 50 wahlberechtigten Beschäftigten
5 Sitze bei 51 – 150 Beschäftigten

6. Wahlausschreiben, Wahlvorschläge, Wählbarkeit
>    Es gibt an den beruflichen Schulen bei der Wahl des örtlichen Personalrates grundsätzlich nur die Gruppe der Beamten und die Gruppe der Arbeitnehmer (Lehrkräfte im Angestelltenverhältnis, Verwaltungsangestellte).
>    Frauen und Männer sollten entsprechend ihrem Anteil an den wahlberechtigten Beschäftigten in der Dienststelle verreten sein.
>    Wählbar sind auch Lehrkräfte mit weniger als 12 Unterrichtsstunden.

7. Briefwahl
Bei vorhersehbarer Abwesenheit kann auch per Briefwahl an der Wahl teilgenommen werden. Die Briefwahlunterlagen sind rechtzeitig zu beantragen und enthalten den Stimmzettel und einen Wahlumschlag und einen frankierten Antwortumschlag an den örtl. Wahlvorstand. Bei der Entsendung an den Wahlvorstand ist auf dem äußeren Umschlag – nicht auf dem Briefwahlumschlag! – der Absender gem. dem Wählerverzeichnis anzugeben; ohne Absender ist die Stimmabgabe nicht zulässig.

8. Wahlhandlung
Die Wahl erfolgt geheim bzw. per Briefwahl. Bei Personenwahl (hier gibt es nur eine Liste) hat der Wähler so viele Stimmen, wie Sitze zu vergeben sind. Pro Kandidat darf nur eine Stimme abgegeben werden.
Der Stimmzettel muss mindestens einmal gefaltet werden, während der „Öffnungszeit“ des Wahllokals müssen mindestens zwei Mitglieder des Wahlvorstandes bzw. ein Mitglied und ein bestellter Wahlhelfer anwesend sein.

9. Auszählung
Die Auszählung muss unmittelbar nach Abschluss der Wahl erfolgen, sie ist öffentlich. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los. Das Ergebnis ist per Aushang bekannt zu geben.

10. Konstituierende Sitzung
Der Wahlvorstand beruft die konstituierende Sitzung des Personalrates ein. Die Mitglieder des Personalrates wählen den Vorsitzenden des Personalrates (evtl. per Losentscheid).

11. Ergänzungen zur Beschäftigteneigenschaft
a) Beschäftigung in mehreren Dienststellen
Bei Teilabordnung zählt die Lehrkraft in beiden Schulen als Beschäftigte. Bei Einsatz in verschiedenen staatlichen Schulen (z. B. an BS – FOS / BOS – Gymnasium) besteht in jeder Schulart die Beschäftigteneigenschaft.

b) Beurlaubung
Beurlaubte Lehrkräfte sind unabhängig von der Dauer Beschäftigte der bisherigen Dienststelle. Auch Lehrkräfte, die an Privatschulen oder in den Auslandsschuldienst aus dem staatlichen Schuldienst beurlaubt sind, zählen als Beschäftigte bei ihrer bisherigen Dienststelle.

c) Geistliche, Katecheten und klösterliche Lehrkräfte
Diese Personen zählen nur dann zu den Beschäftigten im Sinne des Art.4 BayPVG, wenn sie auf Grund eines Dienst- oder Arbeitsvertrages mit dem Freistaat Bayern in einer Dienststelle tätig sind und dadurch dem Weisungsrecht des Dienststellenleiters unterstehen. Diese Lehrkräfte sind bei Einsatz an mehreren beruflichen Schulen entsprechend bei jeder Dienststelle als Beschäftigte zu zählen.
Bei Einsatz in verschiedenen Schularten besteht in jeder Schulart die Beschäftigteneigenschaft.
Wahlberechtigung besteht also nur, sofern sie Beschäftigte der Dienststelle sind.

12. Ergänzungen zur Wahl-berechtigung
a) Wahlberechtigung von angestellten Lehrkräften
Nicht wahlberechtigt sind Beschäftigte, die für die Erfüllung einer bestimmten Aufgabe nur für eine Dauer von höchstens sechs Monaten eingestellt sind, es sei denn, dass sie regelmäßig wiederkehrend beschäftigt werden. (Art. 13 a BayPVG).
Damit sind Lehrkräfte, die befristet zur Aushilfe mit einem Vertrag von höchstens 6 Monaten eingestellt sind nicht wahlberechtigt.

b) Wahlberechtigung von beurlaubten
Beschäftigten
Nicht wahlberechtigt sind Beschäftigte, die am Wahltag länger als sechs Monate unter Wegfall der Bezüge beurlaubt sind.
Erfolgte die Beurlaubung erst nach dem 17.11.2010, besteht Wahlberechtigung. Wahlberechtigt bei ihrer Stammdienststelle bleiben auch unter Fortzahlung der Bezüge beurlaubte Beschäftigte, sofern sie nicht gem. Art. 13 Abs 2 Satz 1 in ihrer neuen Dienststelle wahlberechtigt geworden sind. (Abordnung, die länger als drei Monate gedauert hat). So sind staatliche Lehrkräfte, die unter Fortzahlung der Bezüge beurlaubt und privaten Schulen zugewiesen sind, bei ihren bisherigen staatlichen Dienststellen wahlberechtigt.
Das Gleiche gilt für Wahlberechtigte in Elternzeit.

c) Wahlberechtigung von Religionslehrern
Nichtstaatliche Religionslehrer, im Kirchen- und Ordensdienst befindliche Geistliche sind, sofern sie als Beschäftigte (vgl. 11.c) anzusehen sind, an den Schulen, an denen sie regelmäßig und auf Dauer Unterricht erteilen, wahlberechtigt.
Dabei besteht im Bereich der beruflichen Schulen bei den Wahlen zum Haupt- und Bezirkspersonalrat nur ein einmaliges Wahlrecht, bei Einsatz in verschiedenen Schularten ein Mehrfaches.

d) Wahlberechtigung von nebenberuflichen und nebenamtlichen Lehrkräften
Nebenberufliche und nebenamtliche Lehrkräfte sind abhängig von der Dauer ihrer Beschäftigung wahlberechtigt. Voraussetzung für die Wahlberechtigung ist ein Beschäftigungsverhältnis von mehr als sechs Monaten Dauer oder ein regelmäßig wiederkehrendes Beschäftigungsverhältnis (Art. 3 Abs. 3a BayPVG).
Ist der dienstliche Einsatz auf den Bereich der staatlichen beruflichen Schulen beschränkt, besitzt der Beschäftigte bei der HPR- / BPR-Wahl nur ein einmaliges Wahlrecht in der Gruppe „Lehrer an beruflichen Schulen“. Eine Abstimmung der örtlichen Wahlvorstände über die Eintragung ins HPR- / BPR-Wahlverzeichnis, die nur einmal erfolgen darf, ist notwendig.

e) Wahlberechtigung von abgeordneten
Beschäftigten
Zu einer anderen Dienstelle abgeordnete Beschäftigte werden, wenn die Abordnung länger als drei Monate gedauert hat, dort wahlberechtigt und verlieren ihr Wahlrecht bei der alten Dienststelle. Beschäftigte, die zwar länger als drei Monate abgeordnet sind, bei denen jedoch feststeht, dass sie binnen weiterer sechs Monate an die alte Dienststelle zurückkehren, behalten ihr Wahlrecht an der alten Dienststelle für die Wahl zum HPR- / BPR und zum örtlichen Personalrat (Art. 13 ABs. 2 BayPVG).
Hinsichtlich der Wahlberechtigung bei Teilabordnungen von mehr als
3 Monaten Dauer sind folgende Regelungen zu beachten, sofern der
Beschäftigte nicht binnen weiterer sechs Monate an die alte Dienststelle zurückkehrt.
Erfolgte die Teilabordnung innerhalb der staatlichen beruflichen Schulen, ist der Beschäftigte an beiden beruflichen Schulen wahlberechtigt zum örtlichen Personalrat; er besitzt jedoch nur ein einmaliges Wahlrecht bei der Wahl zum HPR- / BPR. Absprachen der örtlichen Wahlvorstände sind notwendig, da der Beschäftigte nur einmal in das Wählerverzeichnis zur HPR- / BPR-Wahl aufgenommen werden kann.
Bei Teilabordnungen von einer beruflichen Schule an eine Schule einer anderen Schulart besteht sowohl an der einen Schule als auch an der anderen Schule das Wahlrecht zum HPR- / BPR.

Studienreferendare/Fachlehreranwärter:
Studienreferendare und Fachlehreranwärter sind wahlberechtigt, da sie eigenverantwortlich Unterricht erteilen!
Ohne Gewähr! Beachten Sie die „offiziellen“ Wahlausschreiben.

Hinweis:
Als Termine sind die vom Hauptwahlvorstand des Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst festgelegten Termine angegeben.    

Zeitplan unbedingt einzu-
haltender Fristen und
Termine für die örtlichen Wahlvorstände im Bereich B

Termin und Tätigkeiten:

Spätestens am 25. Januar 2016
Bestellung des örtlichen Wahlvorstands

Spätestens am25. Januar 2016
Aushang der Bekanntmachung
„Mitglieder des Wahlvorstands“ –
bis zum Abschluss der Wahl

Unverzüglich
Feststellung der Zahl der in der Regel Beschäftigten und der wahlberechtigten Beschäftigten

Spätestens am 5. Februar 2016
Meldung der Zusammensetzung
der örtlichen Wahlvorstände an den
Bezirkswahlvorstand

Spätestens am 26. Februar 2016
Meldung der Zahl der Beschäftigten und Wahlberechtigten durch die örtlichen Wahlvorstände an die Bezirkswahlvorstände (Formblatt – blau)

11. April 2016
Aushang des Wahlausschreibens – blau – mit den notwendigen Ergänzungen (ausfüllen)

11. April 2016
Auslegung des Wählerverzeichnisses bis zum letzten Tag der Stimmabgabe

Spätestens am 6. Juni 2016
Aushang der Bekanntmachung der Wahlvorschläge

Dienstag, 21. Juni 2016
(ggf. zusätzlich 22. und 23. Juni)
Wahlhandlung – Stimmabgabe
unverzüglich nach Dienstschluss am
23. Juni 2016

Spätestens am Freitag, 24. Juni 2016
Feststellung des Wahlergebnisses
Ausfüllen der Wahlniederschrift
Übersendung des festgestellten Wahlergebnisses an den Bezirkswahlvorstand – vorab per Telefax

01. August 2016 bis 31. Juli 2021
Amtszeit des neu gewählten
Personalrates
(Art. 26 Abs. 1 und 2 BayPVG)

Zehn-Punkte-Programm des Deutschen Lehrerverbandes (DL) und seiner vier Mitgliedsverbände

Geschrieben von Super User

Zehn-Punkte-Programm des Deutschen Lehrerverbandes (DL) und seiner vier Mitgliedsverbände
DPhV, VDR, BLBS und VLW zur Integration heranwachsender Flüchtlinge in das Schulwesen:
Lehrerverbände fordern Masterplan zur Integration heranwachsender Flüchtlinge in das Schulwesen

Der Deutsche Lehrerverband (DL) und seine Mitgliedsverbände des allgemeinbildenden und des berufsbildenden Schulwesens (DPhV, VDR, BLBS und VLW) fordern von Bund, Ländern und Kommunen jenseits aller verfassungsrechtlichen Komplikationen die Entwicklung und Umsetzung eines Masterplans zur Integration heranwachsender Flüchtlinge in das Schulwesen. Ohne erhebliche finanzielle Mittel kann ein solcher Plan nicht gelingen. Mit Umschichtungen in den Haushalten ist es nicht getan. Ebenso wenig kann diese Aufgabe von ehrenamtlichen Kräften, die oft schon vorbildlich tätig sind, bewältigt werden.

Die Verbände empfehlen dazu die zehn folgenden Überlegungen und Initiativen.

  1. Auch wenn die Zahl der betroffenen Heranwachsenden nicht exakt bezifferbar ist, stellt sie doch mit geschätzt 200.000 bis 300.000 quantitativ eine große Herausforderung für die allgemeinbildenden und für die berufsbildenden Schulen dar. Diese Zahl kann nicht dadurch kleingeredet werden, dass es sich dabei „nur“ um zwei bis drei Prozent aller Schüler in Deutschland handle.
  2. Die besondere Herausforderung besteht darin, dass es sich hier hinsichtlich kultureller, religiöser und geographischer um sehr heterogene Populationen handelt, die zu erheblichen Teilen noch kaum alphabetisiert sind, kaum Deutsch sprechen und vielfach traumatisiert sind.
  3. Vor diesem Hintergrund kommt eine unmittelbare Integration von Kindern und Jugendlichen dieser Populationen nur in wenigen Ausnahmefällen in Frage. Der größte Teil dieser Populationen braucht vor der Integration ins Regelsystem eine halb- bis zweijährige Vorbereitungszeit.
  4. Das A und O der späteren Inte-
    gration ins Regelsystem sind das wenigstens rudimentäre Beherr-schen der deutschen Sprache sowie Basiskenntnisse über deutsches und europäisches Recht, deutsche und europäische Geschichte, deutsche und europäische Geographie sowie deutsche und europäische Kultur.
  5. Der Erwerb der deutschen Sprache setzt in der Regel einen 600 bis 800 Stunden umfassenden Unterricht in Deutsch als Zweitsprache voraus. Dieser Unterricht sollte in überschaubaren eigenen Gruppen über ein Jahr hinweg stattfinden und von Lehrern mit entsprechender Qualifikation gestaltet werden.
  6. Um entsprechende Lehrkräfte verfügbar zu haben, sollten einige Tausende sonst beschäftigungslose junge Deutschlehrer per Fortbildung in die Methodik des Faches Deutsch als Zweitsprache gewonnen werden. Diesen  jungen Lehrern sollten Jahresverträge angeboten und für spätere Bewerbungen um Planstellen ggf. Boni eingeräumt werden. Die dafür notwenigen Mittel können durch Nachtragshaushalte zur Verfügung gestellt werden. Notwendig sind ferner Dolmetscher, Sozialpädagogen und Psychotherapeuten.
  7. Die Anwerbung dieser Kräfte darf nicht erst im Frühsommer 2016 erfolgen, weil diese Lehrkräfte zu diesem Zeitpunkt bereits als Aushilfskräfte oft schon unter Vertrag stehen. Entsprechende Maßnahmen müssen zur Jahreswende 2015/2016 starten.
  8. Die Integration junger Flüchtlinge ins Schul- und Bildungswesen kann nur gelingen, wenn diese Her-anwachsenden gleichmäßig über alle Regionen verteilt werden. Eine Bündelung größerer Gruppen in einzelnen Schulen gefährdet die Integration.
  9. Die Integration ins spätere Regelschulwesen setzt voraus, dass jeder einzelne heranwachsende Flüchtling die zu ihm passende Schulform bzw. den zu ihm passenden Ausbildungsweg findet. Um diese Passung zu erreichen, bedarf es individueller Potenzialanalysen, die von Schulberatern, Schulpsychologen und Berufsberatern erstellt werden.
  10. Eine zum Zwecke rascherer Integration verschiedentlich diskutierte vorübergehende Absenkung schulischer Ansprüche ist nicht zielführend: Damit würden sowohl für die Stammschüler wie auch für die heranwachsenden Flüchtlinge die späteren Chancen zur Vermittlung in weiterführende Bildungseinrichtungen geschmälert.    -rtr-

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