Aktuelles

BAF - die neue Heurausforderung für die Berufsschulen (II): Oft sind es nur Kleinigkeiten

Geschrieben von Ralf Geisler

Berufsschulpflichtige Asylbewerber und Flüchtlinge gehören nun seit fast zwei Schuljahren bayernweit zum Alltag beruflicher Schulen. Die pädagogische Herausforderung ist dabei enorm. Dieser Aspekt soll in einem weiteren Beitrag in der nächsten Ausgabe näher beleuchtet werden. Heute geht es um organisatorische und verwaltungstechnische Aspekte, die sehr eindringlich zeigen, wie vielfältig die Arbeit an beruflichen Schulen ist und worauf sich die Schulen, die ab dem Schuljahr 2015/16 mit der Arbeit mit Asylbewerbern und Flüchtlingen beginnen, einstellen müssen.

Blick in die Geschichte des Irak
Schon die Frage, wie man Klassen bildet und das harmonische Miteinander der Kulturen gestaltet, das gleicht der Quadratur des Kreises. Wer zum Beispiel glaubt, dass Schüler aus dem Irak am besten in ein und derselben Klasse untergebracht werden, der verkennt die Entstehung dieses Krisenstaates im Zweistromrand als Teil der Konkursmasse des Osmanischen Reiches. Mesopotamien ist seit biblischer Zeit Grenzland. Griechen, Römer und später die Araber haben hier unzählige Schlachten gegen die Perser geschlagen. Die Gebiete, aus denen 1921 der Irak in einer Vielzahl von Geburtsfehlern hervorgegangen ist und ursprünglich von den Briten zwangsverwaltet wurde, bestehen zu 60 Prozent aus Schiiten, die vor allem im Südosten leben, 20 Prozent sunnitischen Arabern im Nordwesten und 20 Prozent Kurden im Norden.

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Beschulung und Betreuung von Flüchtlingen: Bayerische Lehrerverbände fordern die Einrichtung einer Task-Force

Geschrieben von PM abl

Die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) ist sich einig, dass die unvermindert hohe Zahl von Flüchtlingen und die damit verbundenen notwendigen Aufgaben gesonderte Wege der Finanzierung erfordern. Mit der Regelausstattung an Lehrpersonal, Verwaltungskräften, Räumen und Mitteln kommen wir in den Schulen nicht mehr zurecht. Vor allem die Grund- und Mittelschulen, die Berufsschulen, aber auch die anderen weiterführenden Schularten leisten seit Monaten Enormes, um junge Menschen in sehr schwierigen Situationen zu unterrichten und ihnen in Bayern Chancen zu eröffnen.

Von daher schlägt die abl vor, dass im Haushalt des Freistaates Bayern ein gesondertes Budget mit Beteiligung aller Ministerien eingerichtet wird.

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Stichwort Lehrerkompetenz

Geschrieben von Super User

Früher nannte man es Befähigung, heute spricht man von Kompetenz, wenn jemand etwas kann und bereit ist, es nutzbar anzuwenden. Jeder Fachbereich hat seine Kompetenzen, so auch die Schule.

In der beruflichen Schule ist die Mutter aller Kompetenzen die Fachkompetenz. Wie sollten wir sonst vor unseren Schülern bestehen? Zum Rüstzeug des Unterrichtenden jedoch gehört auch die Methodenkompetenz. Und ein Lehrer ohne Sozialkompetenz? Undenkbar! Moderner Unterricht lebt vom Diskurs und verlangt – wie der Philosoph Martin Buber sagt – eine vernünftige Ich-Du-Beziehung, die gewinnbringend ist für Schüler und Lehrer.

Zur Sozialkompetenz gehört auch die Empathie, die Fähigkeit, sich in die Lage und Denkweise des anderen hineinzuversetzen. Im Hinblick auf die jugendlichen Asylanten, die heute massiv in die beruflichen Schulen drängen, bekommen Sozialkompetenz und Empathie eine ganz spezielle Bedeutung. Die üblichen Kriterien der Jugendpsychologie erweisen sich im Umgang mit den BAF-Schülern nämlich nur als bedingt brauchbar.

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Internetplattform unterstützt Inklusiven Unterricht: Anregungen für Methoden, Unterrichtsgestaltung und geeignete Lehrwerke

Geschrieben von PM Cornelsen

Das gemeinsame Unterrichten von Schülern mit Behinderungen, besonderer Begabung oder sonderpädagogischem Förderbedarf, stellt Regelschulen vor große Herausforderungen. Lehrerinnen und Lehrer sind aufgerufen, die Vielfalt als Chance zu sehen, beklagen aber, auf die breite Heterogenität heutiger Schülergruppen nicht ausreichend vorbereitet zu sein. Bildungsforscher Jürgen Baumert gibt an, dass zwei Drittel der Lehrkräfte die Leistungs- und Begabungsunterschiede in ihren Klassen als Berufserschwernis empfinden. Eine neue Website unterstützt daher gezielt bei der Vorbereitung und Durchführung von inklusivem Unterricht.

Mit dem Portal www.cornelsen.de/inklusion  will Cornelsen die Umsetzung schulischer Inklusion erleichtern und Lehrerinnen und Lehrern mehr Raum geben für die eigentliche pädagogische Arbeit. Der Verlag informiert über Praxis und Regelungen in den einzelnen Bundesländern, hilft bei der eigenen Standortbestimmung und gibtAnregungen für die Vorbereitung einer inklusiven Lernumgebung. Auf die Bedürfnisse von Lehrkräften zugeschnitten ist eine Übersicht über Lernmittel und Unterrichtsmaterialien für den inklusiven Unterricht. Hier kann gezielt nach einzelnen Unterrichtsfächern und verschiedenen Schulformen recherchiert werden. Die meist systematisch aufeinander aufbauenden Materialien unterstützen bei der Balance zwischen individualisiertem und gemeinsamem Lernen von Schülern mit unterschiedlichen Voraussetzungen. Sie wurden eigens für inklusiven Unterricht im Austausch mit Experten der Lehr- und Lernforschung, Fachdidaktikern und Bildungspolitikern entwickelt.

Da eine gelungene Inklusion schon in der frühen Kindheit ansetzt und über die erste schulische Ausbildung hinaus geht, bündelt das Portal auch Informationen für die Frühpädagogik und die Berufliche Bildung. Erfahrungsberichte von Lehrern und Hinweise zu aktuellen Weiterbildungsmöglichkeiten runden das Angebot ab. Das Portal wird stetig ausgebaut. Weitere Informationen unter: http://www.cornelsen.de/inklusion

Bundesverfassungsgericht: Urteil zur Zulässigkeit von Altershöchstgrenzen für die Verbeamtung

Geschrieben von PM dbb

Das Bundesverfassungsgericht hat mit einer am 28. Mai 2015 veröffentlichten Entscheidung über die Zulässigkeit von Höchstaltersgrenzen für die Berufung in ein Beamtenverhältnis entschieden und Maßstäbe für die Zulässigkeit von Höchstaltersgrenzen aufgezeigt.

Gegenstand des Verfahrens waren die Verfassungsbeschwerden zweier Lehrkräfte aus Nordrhein-Westfalen (2 BvR 1322/12, 2 BvR 1989/12), in denen es um die Frage ging, ob die für Lehrkräfte an öffentlichen Schulen des Landes geltende Altersgrenze für die Übernahme in ein Beamtenverhältnis auf Probe nach dem vollendeten 40. Lebensjahr mit Art. 33 Abs. 2 GG vereinbar ist. Das BVerfG hat dies verneint, weil die Altersgrenze durch Rechtsverordnung festgelegt worden war, die Entscheidung aber durch den Gesetzgeber selbst hätte erfolgen müssen.

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Rezension über die Neuerscheinung: Jedes Wort wirkt!

Geschrieben von Alexander Liebel

Bewusste Sprache in der Pädagogik
Um es gleich vorweg zu sagen: Dies ist kein Buch, um es so nebenbei zu lesen, es fordert einen. Wenn man sich darauf einlässt, dann verändert es einen. Die eigene Sprache, das  Sprachverhalten wird einer kritischen Reflektion unterworfen. Zahlreiche Hilfestellungen werden aufgezeigt und angeboten.
Welch grundlegende Bedeutung Sprache besitzt, wird an Hand von konkreten Situationen im Schulalltag deutlich. Dabei  geht es oftmals um Nuancen. Nuancen, die man alleine vielleicht nicht erkennt, die durch das Buch vor Augen geführt werden.
Die Sprachenwissenschaftlerin Mechthild R. von Scheurl-Defersdorf  hat als Herausgeberin zehn Autoren und Autorinnen zusammengeführt, die ihre Erfahrungsschätze im Umgang mit Sprache darlegen. Die methodische Grundlage aller Beiträge ist das Lingva Eterna Sprach- und Kommunikationskonzept, das die Herausgeberin Mitte der neunziger Jahre begründete und es ab 2004 mit dem Arzt und Neurowissenschaftler Dr. med. Theodor von Stockert weiter entwickelte.

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