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Aktuelles

Projekt „Bottom-Up: Berufsschüler für mehr IT-Sicherheit“

Geschrieben von Super User

Der Verein Deutschland sicher im Netz e.V. möchte mit diesem Projekt zur Aufklärung von Berufsschulen (Lehrer) über digitale Kompetenzen mit Schwerpunkt auf IT-Sicherheit und Datenschutz beitragen. Im Rahmen des Projekts werden neue Lern- und Lehrmaterialien entwickelt sowie eine zentrale Lernplattform geschaffen.
Ziel ist die Befähigung von Berufsschülern zur Vorbereitung auf das Berufsleben, damit sie mit grundlegenden Kenntnissen im sicheren Umgang mit IT vertraut sind - und das Wissen als Mitarbeiter der Zukunft in ihre Betriebe einsetzen und weitertragen können. Das Projekt wird mit Mitteln der IT-Initiative Sicherheit in der Wirtschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefördert. Mehr erfahren Sie  unter https://www.sicher-im-netz.de/bottom-berufsschueler-fuer-it-sicherheit
 
Mit der Online-Befragung der Zielgruppen läuten wir gerade eine wichtige Phase des Projektes ein, die klären soll, wie IT-Sicherheitsthemen in der Berufsausbildung besser vermittelt werden können. Um belastbare Ergebnisse zu erzielen, ist eine hohe Teilnahme von Berufsschülern, Lehrern und Ausbildungsunternehmen an der Befragung von großer Bedeutung. Wir würden Ihre Unterstützung durch die Teilnahme und/oder die Verbreitung der Umfrage daher sehr schätzen.
 
Zur Umfrage gelangen Sie hier.

Matchingproblem gelöst: Der Arbeitsmarkt im Wandel – Azubis suchen sich Ihren Arbeitgeber aus

Geschrieben von Jürgen Zahn

Matchingproblem gelöst
Ausgehend vom Bundesbildungsbericht 2014 (http://www.bmbf.de/de/berufsbildungsbericht.php), in dem klar dargestellt wird, dass sich die Zahl der unversorgten Bewerber in den letzten Jahren dramatisch erhöht hat, (um 34,5% von 2009 auf 2013) nämlich auf 21.000, sollte eine Lösung geschaffen werden. Als zentrale Herausforderung wird das "Matchingproblem" zwischen Lehrstellensuchenden und Unternehmen gesehen. Um dieses Problem umfassend, also für den künftigen Azubi wie für das suchende Unternehmen, zu lösen, gibt es jetzt FiRMbuk.

One-Touch Bewerbung
Der Auszubildende kann anhand eines vorgegebenen und klar strukturierten Fragenkataloges seine Bewerbung erstellen. Gleichzeitig wird er in der Datenbank mit seinen bis zu 3 möglichen Berufswünschen anonym sichtbar. Unternehmen, die Lehrstellen anbieten, können nun gezielt nach diesen potentiellen Auszubildenden suchen und die Suche örtlich eingrenzen. Mit einer gezielten Anfrage macht das Unternehmen den oder die auserwählten Kandidaten darauf aufmerksam. Für den so angesprochenen Bewerber (Chef sucht Azubi) ist das eine sehr positive Botschaft, denn jetzt hat er ein Angebot vorliegen. Die Firmen sind gehalten, eine sehr detaillierte Beschreibung der Lehrstelle vorzunehmen. Mit einem Mausklick kann nun der Bewerber seine qualifizierten Bewerbungsdokumente an die anfragende Firma senden. Erst jetzt werden die Kontaktdaten des Bewerbers für die Firma ersichtlich.

Transparenz auf dem Lehrstellenmarkt
Dieser Vorgang kehrt den bisherigen Bewerbungsprozess um und bietet den suchenden Firmen eine erheblich größere Transparenz auf dem Lehrstellen-Markt. Insbesondere für mittlere und kleinere Unternehmen, die auch im Handwerk angesiedelt sind, bietet dies eine großartige Chance festzustellen, ob qualifizierte Bewerber vorhanden sind. Große Firmen können sich Social-Media-Kampagnen leisten und so die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Aber was machen jene Unternehmen, die das nicht können? Mit den Detailangaben zu den ausgeschriebenen Lehrstellen können sie bei potentiellen Bewerbern punkten. So werden zum Beispiel Mitarbeiter-Benefits oder die Gehälter kommuniziert, um dem Bewerber eine optimale Entscheidungsgrundlage zu bieten.

Hochwertige Bewerbungsunterlagen
Mit den standardisierten Angaben – Bewerbung wie Lehrstelle – ist es wesentlich einfacher geworden, zu vergleichen.
Alternativ kann sich der Ausbildungssuchende mit seiner bei bzw. in Firmbuk erstellten Bewerbung auch außerhalb des Portals bewerben. Überdies hat er die Möglichkeit, aktiv im Portal nach Firmen/Unternehmen mit für ihn interessanten Lehrstellenangeboten zu suchen. Wenn er schließlich eine Lehrstelle gefunden hat, genügt ein Mausklick, und er ist wieder unsichtbar. Es wird damit jedoch nicht gelöscht. Sollte die Lehrstelle nicht die richtige sein, kann das Profil wieder reaktiviert werden, um nach einer anderen Stelle zu suchen.

kostenlos – anonym – sicher
Firmbuk ist für die Lehrstellensuchenden kostenlos. Wer sich bei der Erstellung des Profils von Profis unterstützen lassen möchte, muss diese Dienstleistung allerdings bezahlen. Firmen wird mit diesem Portal ebenfalls ein kostenloses Tool geboten, mit hoher Transparenz nach passenden Azubis zu suchen. Sollte es zu einer erfolgreichen Vermittlung kommen, kann das Unternehmen dies von sich aus honorieren, es gibt aber keine Verpflichtung.

Unterstützung für Lehrkräfte
Für Lehrer ist dieses kostenlose Instrument ebenfalls eine Unterstützung, da sie ihrem Auftrag seitens der Kultusministerien gerecht werden, die Schüler über die Schule hinaus auf das Berufsleben vorzubereiten. Der Schüler wird bei der Lehrstellensuche aktiv unterstützt, der Lehrer entlastet. Auch ist die Nutzung des Portals zeitlich nicht an bestimmte Termine gebunden. Das optimale Erscheinungsbild der aktuellen Bewerbung wurde von erfahrenen Profis erstellt und ist somit immer dem Markt angepasst.
Insgesamt bedeutet FiRMbuk für allen Beteiligten eine sinnvolle Ergänzung bei der Lehrstellensuche.
www.firmbuk.com

Fachtagung „Berufliche Bildung“:„Mit dem VLB knacken wir jede Nuss!“

Geschrieben von Martin Ruf

Damit dieser Aussage von unserem stellvertretenden Landesvorsitzenden Martin Krauss Taten folgen konnten, war Ltd. MR Werner Lucha der erste, der den VLB-Nussknacker erhielt und auch die Nuss ‚knackte‘. Angefertigt haben den Nussknacker die Metaller der Europa-Berufsschule Weiden, die am 24. November gastgebende Schule der ersten Fachtagung „Berufliche Bildung“ war. Gibt es keine „Kaufmännische Fachtagung“ des VLB mehr, werden sich viele fragen? Nein, sie ist dem neuen Format gewichen, zwischen den VLB-Berufsbildungskongressen eine mit fachlichen Themen besetzte Tagung zu veranstalten, die allen Bereichen der beruflichen Bildung gerecht wird. VLB-Landesvorsitzender Jürgen Wunderlich dazu: „Der VLB will mit diesem Format allen Ausprägungen des beruflichen Schulwesens eine Plattform bieten, auf der sie ihre speziellen oder auch allgemeingültigen Anliegen diskutieren und bearbeiten können.“

Gut 200 Besucher zeigten trotz des wunderschönen Herbstwetters mit ihrem Kommen, dass diese Formatänderung auch bei den Mitgliedern angekommen ist. Aber der Reihe nach.

Grußworte

Sophia Altenthan, oberpfälzische VLB-Bezirksvorsitzende, freute sich, die VLB’ler wieder einmal in der Oberpfalz begrüßen zu dürfen. Sie bedankte sich bei Schulleiter Josef Weilhammer für die Bereitschaft, diese Tagung ausrichten. Besonders begrüßte sie noch den Weidener Oberbürgermeister Kurt Seggewiß, einem ausgemachten Freund der beruflichen Bildung.

Schulleiter Weilhammer zielte mit seinem Begrüßungsworten besonders auf die Schulfamilie ab, indem er feststellte, „dass eine Schule ganz besonders auch von seinem Personal lebt.“ Er hielt nicht nur ein Loblied auf sein Kollegium, das sich immer wieder auf etwas Neues einlässt, wenn es um die Belange der Auszubildenden geht, sondern kon-statierte, dass dies wohl für alle Lehrkräfte an beruflichen Schulen gelte.

Weidens Oberbürgermeister Kurt Seggewiß legte sein vorbereitetes Grußwort zur Seite, um kurz aufzuzeigen, dass insbesondere auch die beruflichen Schulen vor dem Hintergrund der ständig steigenden Flüchtlingszahlen vor einer riesengroßen Herausforderung stehen. „Helfen, zupacken, tun und Lösungen zimmern“ sei das Gebot der Stunde, um den zu uns kommenden Menschen wieder eine Lebensperspektive zu geben. So sei es gerade Aufgabe der Schulen hier einen Beitrag zu leisten, dass die Stimmung im Lande nicht kippt und den wenigen Verblendeten ein Nährboden gegeben wird. Auf die Tagung zurückkommend zeigte er sich erfreut, dass der VLB den Weg nach Weiden an die Europaberufsschule gefunden hat. Dem VLB-Landesvorsitzenden Jürgen Wunderlich war es ein besonderes Anliegen zum wiederholten Male auf das Thema der Beschulung der Asylbewerber und Flüchtlinge einzugehen. Er stellte dazu unmissverständlich fest: „Im Schuljahr 2010/11 wurden 6 sog. BAF-Klassen mit ca. 100 Plätzen eingerichtet, mittlerweile gibt es rund 440 Klassen mit rund 8.100 Plätzen an 95 Berufsschulstandorten. Über 63% der Jugendlichen mit Flüchtlingshintergrund, knapp 25.000 Schüler werden beruflichen Schulen unterrichtet. Der VLB erwartet daher, dass der überwiegende Teil der Mittel auch der Schulart zu fließen, die am meisten leistet! Sprich der größte Teil, der rund 1079 Lehrerplanstellen zuzüglich Aushilfsmittel, die der Herr Ministerpräsident Seehofer angekündigt hat, muss in den beruflichen Bereich fließen.“ In fünf Punkten fasste der Landesvorsitzende die Forderungen für die nahe Zukunft zusammen:

  1. Zusätzliches Lehrpersonal, insbesondere Deutschlehrkräfte mit und ohne DaZ-Qualifikation
  2. Zusätzliches sozialpädagogisches und therapeutisches Unterstützungspersonal
  3. Mehr finanzielle Mittel, um kurzfristig zu reagieren
  4. Entsprechende Raumkapazitäten
  5. Mehr Fortbildung für berufliche Lehrkräfte, die im Bereich BIJ eingesetzt sind.

 Zum Abschluss seiner Rede bedankte sich Wunderlich stellvertretend bei Sophia Altenthan, Pankraz Männlein und Martin Krauss, die im Zusammenspiel mitvielen Helfern im Hintergrund, die Fachtagung „auf die Beine gestellt haben.“

Bevor der Hauptredner des Vormittages Ltd. MR Werner Lucha loslegen konnte, stellten zwei Schülerinnen der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung in Neustadt a. d. Waldnaab sehr selbstbewusst ihr Schülerprojekt „Catering der Fachtagung Berufliche Bildung“. Alle Tagungsteilnehmer konnten sich während des Tages davon überzeugen, wie professionell das Projekt in die Realität umgesetzt hatte.

Festvortrag

Bevor Festredner Werner Lucha zu den Inhalten seiner Rede kam, sprach er dem VLB für die Formatänderung der Tagung sein Lob aus. Wer Werner Lucha kennt, weiß, dass er manche Aspekte auch sehr pointiert wiedergibt, ohne dabei den Kern der Sache zu vergessen. „Eigentlich“, so Lucha, „kann ich mir es heute sehr einfach machen: 91,4 % der Auszubildenden schließen die Berufsschule erfolgreich ab – das ist die Note sehr gut, also passt alles.“ Er wisse natürlich, dass dem nicht so ist und hat dann konkret zu den gegenwärtigen Herausforderungen der Beruflichen Bildung aus Ministeriumssicht Stellung bezogen. So griff er nochmals den offenen Brief des VLB’s auf, nahm zur BIJ- (Berufsintegrationsjahr) Beschulung, zur Wirtschaftsschule und zur FOS/BOS Stellung. Breiten Raum nahm dabei die BIJ-Beschulung ein, da wir hier vor Herausforderungen stehen, die durch ihre sehr kurzen Halbwertszeiten uns immer wieder etwas Neues abverlangen. „Ihre Leistung dabei ist unvorstellbar,“ so Lucha an das Auditorium gewandt und brachte damit den Dank an die Lehrkräfte zum Ausdruck.

Arbeitskreis/Workshops

Die Vielfalt der gut besuchten Arbeitskreise/Workshops am Nachmittag zeigte ebenfalls, dass das neue Format der Tagung angenommen wurde

Dank

Der besondere Dank des VLB für die gelungene Fachtagung gilt besonders denen, die im Hintergrund dafür gesorgt haben, dass alles „reibungslos“ abläuft. Stellvertretend seien dafür die beiden Schulleiter Josef Weilhammer und Anton Dobmayer genannt.

 Anmerkung der Redaktion: Da die Fachtagung weit nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe stattgefunden hat, werden wir in der Dezemberausgabe ausführlich auf den Vortrag von Ltd. MR Werner Lucha sowie die Arbeitskreise/Workshops eingehen und die Tagung nochmals reflektieren.

 

Versicherer und Anwälte entdecken das Schulrecht: Sind mehr Rechtsstreitigkeiten sind zu befürchten?

Geschrieben von Johannes Münch

Auch wenn die absolute Zahl juristischer Streitigkeiten in Schulen glücklicherweise noch verschwindend gering ist, haben Anwälte, Rechtschutzversicherungen und diverse Laienjuristen das Thema offensichtlich für sich entdeckt und im Internet besetzt.

In umfangreichen Internet-Angeboten und juristischen Fachportalen werden vorrangig von Rechtsschutzversicherungen und Anwälten konkrete Handlungsanleitungen gegeben, wie mit den in der Schule meist niedrig aufgehängten und i. d. R. einvernehmlich lösbaren Meinungsverschiedenheiten juristisch umzugehen ist.

Von Themen wie Schulpflicht, Notengebung, Zeugnissen, Problemen in der Schule, Schulstrafen, bis hin zu kriminellen Handlungen in der Schule, werden dort Schüler und Schülereltern von Fachjuristen am konkreten Fallbeispiel aufgeklärt, welche Rechtsbehelfe und Klageoptionen ihnen im Fall der Fälle gegen Lehrkraft und Schule zur Verfügung stehen.

Dies allein stellt noch keinen Grund zur Beunruhigung dar. Sowohl Schulleiter, wie auch der größte Teil der Lehrkräfte, wenden dieses Praxiswissen tagtäglich bedacht und rechtskonform an. Darüber hinaus sind auch sämtliche Schulgesetze für jedermann und jederzeit im Internet frei recherchierbar.

Doch was neu ist und so manchen schulerpropten Lehrer kopfschüttelnd Bauschmerzen bereiten mag, ist die appellativ, werbliche Art und Weise, mit der diese Informationen heute mannigfaltig im Internet publiziert und zur Kundengewinnung genutzt werden.

Auch wenn angesichts dieser Veröffentlichungen in beruflichen Schulen keine Klagewelle zu erwarten ist und die genannten Artikel in den Weiten des World Wide Web unterzugehen scheinen, zeigen derartige Entwicklungen doch klar, dass die Bandagen bei Schülern und besorgten Eltern im Wettbewerb um vermeintliche Zukunftschancen zunehmend härter werden. Um auch weiterhin ein konfliktfreies Zusammenspiel der Schulfamilien zu gewährleisten, erscheint es für Schulleiter und Lehrkräfte zielführend, sich wiederkehrend über solche Empfehlungen von Rechtsschutzversicherern und Anwälten zu informieren und im Kollegium über schulrechtliche Entwicklungen vermehrt auszutauschen. So kann einer mittelfristig, negativen Entwicklung im Sinne aller Beteiligten positiv entgegengewirkt werden.

Beispiele:

https://www.das.de/de/rechtsportal/schule-und-unterricht/

http://www.arag.de/auf-ins-leben/schule-und-recht/

http://www.frag-einen-anwalt.de/tag/8/Generelle-Themen/Schule

http://tarneden-inhestern.de/rechtsschutz-gegen-schulordnungsmassnahmen-s-61-nschg.html

http://ruch-finanzberatung.de/rechtsschutz-leistungsfall-zum-verwaltungs-rechtsschutz-schulrecht/

Wichtige Impulse für Berufsvorbereitung und Ausbildung jugendlicher Asylbewerber: Modellprojekt „Perspektive Beruf für Asylbewerber und Flüchtlinge“ startet an 21 Berufsschulen

Geschrieben von Super User

An 21 bayerischen Berufsschulen startete zum Schuljahr 2015/16 das Modellprojekt „Perspektive Beruf für Asylbewerber und Flüchtlinge“, das die Stiftung Bildungspakt Bayern zusammen mit dem Bayerischen Bildungsministerium und der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft e. V. ins Leben gerufen hat. Ziel ist, die engagierte Arbeit der bayerischen Berufsschulen zu unterstützen und zu optimieren.
„An unseren Berufsschulen wollen wir die jungen Flüchtlinge und Asylbewerber, die nach Bayern kommen und eine Bleibeperspektive haben, bestmöglich fördern. Wir haben für sie daher besondere Klassen eingerichtet. In diesen lernen sie über zwei Jahre hinweg Deutsch und erhalten einen Einblick in die Berufswelt. Diese Berufsintegrationsklassen finden bundesweit Beachtung“, sagte Bildungsstaatssekretär Eisenreich, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Bildungspakt Bayern der offiziellen Auftaktveranstaltung des Modellprojekts in Landshut. „Ich freue mich, dass wir nun zusätzlich zu dem bereits bestehenden Programm den Startschuss für das Modellprojekt ,Perspektive Beruf für Asylbewerber und Flüchtlinge‘ an 21 Berufsschulen geben können. Mit den Erkenntnissen, die wir aus dem Modellprojekt gewinnen, werden wir die jungen Menschen in Zukunft noch gezielter unterstützen können.“
Momentan werden jugendliche Asylbewerber und Flüchtlinge im Freistaat in rund 440 Berufsintegrationsklassen an etwa 95 Berufsschulstandorten zwei Jahre lang auf das Berufsleben vorbereitet – zu Beginn des vergangenen Schuljahres waren es etwa 180 Klassen gewesen. Ein Ziel des neuen Modellprojekts ist es, bestehende Unterrichtskonzepte für diese jungen Menschen passgenau weiterzuentwickeln und zu erproben. Dadurch sollen die Jugendlichen noch besser auf einen erfolgreichen Übergang in eine duale Ausbildung oder den ersten Arbeitsmarkt vorbereitet werden.
Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. (vbw), die das Projekt als Exklusivsponsor unterstützt, erläuterte: „Die Bewältigung des Flüchtlingsstroms ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, zu der die Wirtschaft ihren Teil beitragen will. Die Integration von Flüchtlingen mit Bleibechancen in den Arbeitsmarkt muss auf Basis realistischer Erwartungen erfolgen. Bildung und Spracherwerb sind dafür zentrale Voraussetzungen. Die Berufsschulen bereiten junge berufsschulpflichtige Asylbewerber und Flüchtlinge auf eine Ausbildung vor. Deshalb setzt unser Projekt hier an. Je besser die Sprachförderung, je besser die auf die Zielgruppe zugeschnittene Berufsorientierung, desto eher gelingt die Eingliederung in den Ausbildungsmarkt. Mit dem Projekt werden wir Erkenntnisse erlangen, die die Basis für die erfolgreiche Ausbildungsmarktintegration von Asylbewerbern mit hohen Bleibechancen bieten.“

Teilprojekt „Berufliches Übergangsjahr“
An vier der 21 Modellschulen wird in Zusammenarbeit mit der Regionaldirektion Bayern der Agentur für Arbeit im Rahmen des Teilprojekts „Berufliches Übergangsjahr“ je eine zusätzliche Klasse eingerichtet. Dabei wird das Ziel verfolgt, bei der Vorbereitung der jungen Flüchtlinge und Asylbewerber auf einen erfolgreichen Übergang in eine duale Ausbildung oder den ersten Arbeitsmarkt auch die Kompetenz der Agentur für Arbeit im Bereich der Berufsorientierung und -vorbereitung zu nutzen. Klaus Beier, Geschäftsführer der Regionaldirektion Bayern, sagte: „Um die jungen Menschen, die eine Bleibeperspektive haben, hier in Bayern rasch in Gesellschaft und Arbeitsmarkt zu integrieren, braucht es gleich zu Beginn die richtige Unterstützung. Mit dem ‚Beruflichen Übergangsjahr‘ wollen wir gemeinsam mit dem Bayerischen Kultusministerium eine starke Brücke in Ausbildung und Arbeit bauen. Ich freue mich sehr, dass wir mit diesem Modellprojekt bayernweite Lösungsansätze entwickeln, wie Schulbehörden und Arbeitsverwaltung Hand in Hand den Übergang von der Berufsschule in die duale Ausbildung bestmöglich organisieren können".
Ein wissenschaftlicher Beirat begleitet das Modellprojekt „Perspektive Beruf für Asylbewerber und Flüchtlinge“ mit seiner Expertise, insbesondere im Hinblick auf berufspädagogische Gesichtspunkte, Spracherwerb sowie interkulturelle und psychologische Aspekte. Erkenntnisse aus dem Projekt werden während der gesamten Laufzeit des Modellprojekts kontinuierlich an Schulen und Lehrkräfte weitergegeben und fließen in deren Arbeit vor Ort ein. Das Modellprojekt ist auf vier Schuljahre angelegt.

Folgende 21 Schulen nehmen am Modellprojekt „Perspektive Beruf für Asylbewerber und Flüchtlinge“ teil:

Oberbayern:
BS I Rosenheim, BS Altötting, BS Weilheim i. OB, BS Eichstätt, Berufsschule Dachau, BS zur Berufsvorbereitung am Bogenhauser Kirchplatz München
Niederbayern:
BS Kelheim, BS Vilshofen a. d. Donau
Oberpfalz:
BS Schwandorf, BS Weiden i. d. Opf.
Oberfranken:
Johann-Vießmann-Schule, BS Hof - Stadt und Land, Lorenz-Kaim-Schule, BS Kronach
Mittelfranken:
BS II Ansbach, BS Erlangen, BS 5 Nürnberg (Körperpflege, Textil/Bekleidung, Floristen, JoA, Berufsvorb.)
BS 11 Nürnberg für Bau-, Maler- und Holzberufe
Unterfranken:
BS I Aschaffenburg
Franz-Oberthür-Schule, BS I Würzburg
Schwaben:
BS Höchstädt a. d. Donau
BS Mindelheim
BS Immenstadt i. Allgäu    PM KM - rf

Beschulung von Asylanten und Flüchtlingen: Ministerpräsident Seehofer lädt Lehrervertretungen in die Staatskanzlei

Geschrieben von Wolfgang Lambl

Am 6. Oktober 2015 waren die bayerischen Lehrer- und Direktorenverbände der Einladung von Ministerpräsident Seehofer in die Staatskanzlei gefolgt, um sich über praktikable Vorschläge zum Thema Flüchtlinge und Asylbewerber im Bildungsbereich auszutauschen.Der Ministerpräsident gab einen Überblick über die aktuellen Flüchtlingszahlen und stellte geplante Maßnahmen vor, die auf der Grundlage eines geschätzten Zuwandererplus von 800 000 bis Ende des Jahres basierten.

Bildung das Tor für eine gelingende Integration
Die abl-Präsidentin betonte, wie wichtig ein frühzeitiges Screening der Jugendlichen, die zunächst in den Mittelschulen ankämen, sei, um gut vorgebildete Schüler möglichst schnell in der für sie geeigneten Schulart zu unterrichten. Außerdem machten die Vertreter der abl noch einmal ihre geforderte Taskforce zum Thema. Sie unterstrichen die Notwendigkeit von Sprachfördermaßnahmen, den Ausbau der Jugendsozialarbeit, das Angebot von qualifizierten Fortbildungen z. B. im Bereich der Traumapädagogik für Kindertagesstätten und Schulen. Die Bedeutung der politischen Bildung für alle Schüler, um Weltoffenheit, Chancen der Vielfalt, einen Wertekanon und Toleranz zu vermitteln, kam ebenfalls zur Sprache. Alle Gesprächspartner waren sich einig, dass Bildung das Tor für eine gelingende Integration sei und dass es unser großes Ziel sein muss, dass Menschen unterschiedlicher Herkunft friedlich, gleichberechtigt und solidarisch miteinander in Bayern leben können.

„Ohne Verpflegung keine Bewegung“
Mit dieser provokativen Feststellung fasste VLB-Vertreter Wolfgang Lambl die Situation der Berufsschulen bei der Beschulung der Flüchtlinge zusammen und legte dar, dass sich die beruflichen Schulen und die Lehrkräfte – und im Besonderen die Berufsschulen – dieser gewaltigen gesellschaftlichen Aufgabe bereits seit 2010 mit Tatkraft und Hingabe annehmen.
Neben der bereits bestehenden Beschulung in 440 Klassen an 95 Berufsschulstandorten führen nun auch noch 21 Berufsschulen das Modellprojekt „Perspektive Beruf für Asylbewerber und Flüchtlinge“ durch. Ziel ist, die engagierte Arbeit der bayerischen Berufsschulen zu unterstützen und zu optimieren.
An unseren Berufsschulen wollen wir die jungen Flüchtlinge und Asylbewerber, die nach Bayern kommen und eine Bleibeperspektive haben, bestmöglich fördern. In diesen Klassen lernen sie über zwei Jahre hinweg Deutsch und erhalten einen Einblick in die Berufswelt. Diese Berufsintegrationsklassen finden bundesweit Beachtung und Nachahmung.

Lehr- und Unterstützungspersonal gefordert
Der stellv. VLB-Landesvorsitzende Wolfgang Lambl übermittelte abschließend einen Katalog mit Forderungen und Vorschlägen, um eine hochwertige „Flüchtlingsbeschulung“ gewährleisten zu können, insbesondere benötigten die beruflichen Schulen mehr Lehr- und Unterstützungspersonal. So sollten befristet beschäftigte Lehrkräfte übernommen werden, verstärkt müssten Deutschlehrkräfte, möglichst mit DaZ-Qualifikation, eingestellt werden. Fachlehrerinnen und Fachlehrer müssten dringend ausgebildet und angestellt werden, damit diese den berufsvorbereitenden, praktischen Unterricht erteilen könnten. Zudem müssten
die beruflichen Lehrkräfte dazu qualifiziert werden, den Unterricht sprachsensibel erteilen zu können. Auch die Berufsabschlussprüfungen müssten sprachsensibel formuliert werden, so Lambl.
Dringend benötigt werde zudem sog. Unterstützungspersonal („Kümmerer“), wie Dolmetscher, Sozialpädagogen und Schulpsychologen.
Um während des Schuljahres flexibel und unkonventionell reagieren zu können, forderte Lambl finanzielle Mittelbereitstellungen. Auch die räumlichen Kapazitäten müssten erweitert werden.

Ministerpräsident stellt Stellen und Mittel für die Schulen bereit
Über mehrere Jahre hinweg sollen 1700 Lehrkräfte eingestellt werden. Die Aufstockung des A-Budgets zur Sprachförderung, ein Stellenpool und die Finanzierung von Drittkräften als flexibles Instrument wurden aufgelistet, ebenso die Ausweitung des Islamunterrichts. Für den Bereich der Schulen stellte Horst Seehofer einen Sonderetat von 68 bis 100 Millionen Euro in Aussicht.

VLB Verband der Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern e.V.
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