cc master collection photoshop cc for sale online adobe premiere pro cs6 student version how much is illustrator cc
buy oem autocad civil 3d 2017 click to investigate chief architect premier for sale autodesk autocad 2016 apple mac version educational office home 2016 mac sale

Bewusste Sprache in der Berufsausbildung: Der wirkungsvolle Einsatz von vollständigen Namen und Adjektiven

Geschrieben von Petra Springer

Die Begleitung junger Menschen von heute ist weit weniger darauf ausgerichtet Fachwissen zu vermitteln, als vielmehr, sie in ihrer persönlichen Entwicklung zu begleiten.

Jean Giono schrieb in seinem Buch: „Der Mann der Bäume pflanzte“ so treffend: „Um wahrhaft außergewöhnliche Eigenschaften im Charakter eines Menschen zu entdecken, muss man das Glück haben, sein Tun über Jahre beobachten zu können.“
Wir haben dieses Glück! Als Berufspädagogen begleiten wir Menschen während ihres Ausbildungsprozesses oft in einem Zeitraum von mehreren Jahren. Dies ist ein Lebensabschnitt, in dem mehr denn je komplexe Anforderungen an junge Menschen gestellt werden und sie sich in einer herausfordernden Phase ihrer persönlichen Entwicklung befinden. Für uns als Berufspädagogen bedeutet das, die jungen Menschen anzunehmen in ihrem Sein und einen fruchtbaren Boden der Begegnung zu schaffen.
Die Sprache spielt dabei eine große Rolle. Für mich ist sie sogar der zentrale Schlüssel in der Begegnung mit jungen Menschen geworden. Als Diplommedizinpädagogin habe ich schon junge Menschen in der Pflegeausbildung begleitet. Das Lingva Eterna Sprach- und Kommunikationskonzept hat mir dafür eine neue Sichtweise eröffnet. Eine klare, wertschätzende Sprache wirkt sich direkt auf die Entwicklung der Werte und Haltungen der jungen Menschen aus uns formt damit ihren Charakter entscheidend mit. Mit ihr können wir ihre Potentiale entfalten. Wahrhaftige Gespräche mit Auszubildenden können stattfinden und wir beugen Missverständnissen vor. Auch die fachglichen Inhalte der Ausbildung können wir ihnen mit diesem Konzept greifbarer und erlebbarer darbieten.

Von „Alex“ zu Alexander –
Die Bedeutung des Namens
Eine interessante und tiefgreifende Erfahrung habe ich mit der Anrede der Auszubildenden gemacht. Junge Menschen agieren mit ihrem Vornamen oft unbewusst. Der Name ist ihnen zu lang, der Doppelname zu altmodisch, der Kosename familiär vertraut und der Spitzname die Identifikation mit dem Freundeskreis. „Alle nennen mich Jojo.“, „Ich war schon immer der Alex.“ oder „Sagen Sie einfach Biene.“
Unsere Identifikation unseres Selbst beginnt mit unserem Namen. Er gibt uns Raum uns zu zeigen und unser Potential zu leben.
Ich habe in diesen Situationen die Auszubildenden um Erlaubnis gebeten, sie mit ihrem vollständigen Namen
ansprechen zu dürfen. Die Wirkung war immens. Aus „Biene“ wurde
Sabine. Eine junge Frau mit strahlenden Augen und einem wachen Blick. Jedes „Sabine“ zauberte ihr ein Lächeln ins Gesicht. Beim Hören ihres vol-
ständigen Namens änderte sich ihre ganze Körperhaltung und sie wurde präsent. Ihr Selbstbewusstsein wurde sichtbar. Der „kleine Alex“ ging mit seinem vollen Namen „Alexander“ in seine ganze Verantwortung. Von diesem Moment an begegneten ihm seine Mitschüler mit Respekt. Alexander fand seine Position im Kurs und in der Ausbildung.
Das Selbstbewusstsein der Auszubildenden stärken beginnt bei der wertschätzenden Anrede mit ihrem vollständigen Namen. Selbstbewusstsein heißt: sich selbst - bewusst – sein. Der Name ist der Schlüssel. Sie werden erleben, wie dankbar junge Menschen für dieses Geschenk sind und werden es in jeder Begegnung im Ausbildungsprozess spüren.

Mit Sprache eine wertschätzende Wirklichkeit schaffen
Wenn Sie sich Ihrer Sprache bewusst sind, werden Sie klar, wertschätzend und zielorientiert kommunizieren. Sie schaffen mit Ihrer Sprache ein positives Feld der beruflichen Bildung, geprägt von Vertrauen und einem achtsamen Miteinander. Es wird Ihnen noch leichter gelingen, Ihre Auszubildenden zu erreichen.
Lassen Sie sich auf diese faszinierende Reise ein und entdecken Sie Ihren Wort-Schatz und seine Wirkung.

Jedes Wort wirkt
Unserer Sprache ist reich an wunderbaren Wörtern. Für diesen Beitrag habe ich insbesondere Adjektive in den Blick genommen.

Der wirkungsvolle Einsatz
von Adjektiven – wie wundervoll „megacool“ ist
Junge Menschen haben das starke Bedürfnis nach Verbundenheit und Zugehörigkeit. Gleichsam brauchen sie im Ausbildungsprozess ein Umfeld, in dem sie selbstbestimmt und selbstwirksam wirken können.
Viele Auszubildende sind geprägt von einer jugendlichen Leichtigkeit in ihrer Wortwahl. Sicher kennen Sie Formulierungen wie: „voll krass“, uncool“, „ätzend“, „assi“ oder „endgeil“. Wissen Sie nach diesen Aussagen wirklich, was in den Jugendlichen vor sich geht? Wissen Sie, wie die Auszubildenden das Praktikum erlebt haben? Sicher nicht. Diese Worte gehören unreflektiert zum sprachlichen Alltag der Auszubildenden. Sie machen Auszubildende unbemerkt „sprachlos“.
Den Wortschatz mit Adjektiven zu erweitern und diese bewusst zu nutzen ermöglicht den jungen Menschen eine bewusste Wahrnehmung. Sie gibt ihnen die Möglichkeit, Gedanken und Gefühle in Worte zu fassen, sich selbst zu erkennen, klar und präsent zu sein.
Nutzen Sie bewusst Adjektive im Unterrichtsgespräch. Beschreiben Sie Situationen bildhaft und gestalten Sie mit wohltuenden Adjektive jede Ansprache. Nehmen Sie Worte wie: achtsam, wertvoll, friedlich, sicher, wirksam, kristallklar und wohltuend in Ihren aktiven Sprachgebrauch.

Petra Springer ist ausgebildete Krankenschwester und hat ein Studium zur Diplommedizinpädagogik an der Humboldt Universität in Berlin absolviert. Sie war viele Jahre als Schulleiterin für Berufe in der Gesundheits- und Krankenpflege tätig. Mittlerweile ist sie selbständig. Als Fachdozentin und Coach für Lingva Eterna hält sie Vorträge, berät und begleitet Einzelpersonen, Teams, Führungskräfte und Unternehmen. Sie ist Mitglied der LINGVA ETERNA Dozentenvereinigung e.V. und lebt im Raum Berlin.

Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Buchtipp: „Jedes Wort wirkt! Bewusste Sprache in der Pädagogik, Herausgeber Mechthild R. von Scheurl-Defersdorf. In diesem Buch stellt Petra Springer in einem eigenen Beitrag ihre Erfahrungen mit Lingva Eterna in der Ausbildung vor, insbesondere im pflegerischen Kontext.

Zugriffe: 3420

VLB Verband der Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern e.V.
Dachauer Straße 4 Ι 80335 München Ι Telefon 0 89-59 52 70 Ι Telefax 0 89-5 50 44 43 Ι Email info(at)vlb-bayern.de