Aktuelles

CDU-Bildungspolitiker beschließen Konzept der Höheren Berufsbildung

Geschrieben von PM CDU

Der Bundesfachausschuss Bildung, Forschung und Innovation der CDU Deutschlands hat Vorschläge erarbeitet, wie die berufliche Bildung angesichts des drohenden Fachkräftemangels zukunftsfest gestaltet werden kann. „Wir wollen in den Köpfen der Jugendlichen und ihrer Eltern verankern, dass es nach der Hochschulreife mit der beruflichen Bildung einen arbeitsmarktnahen und damit sicheren Karriereweg gibt“, erklärte der Vorsitzende des Bundesfachausschusses und stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Kretschmer. Daher mache die CDU jetzt ernst mit der tatsächlichen Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung.

Ausgehend von der Qualifikation des Meisters, Fachwirts oder Technikers geht es beim Konzept der Höheren Berufsbildung darum, aufstiegsorientierten Menschen über den beruflichen Weg attraktive Karriereperspektiven zu eröffnen. „Bis 2018 steht in 135.000 Familienunternehmen die Übergabe an“, betonte Kretschmer. Diese Betriebe besetzten die Positionen für Fach- und Führungskräfte über die berufliche Bildung. Angesichts der schnellen technologischen Entwicklungen und des globalen Wettbewerbs seien Betriebe auf Fachkräfte angewiesen, die über profunde Praxiskenntnisse verfügen und – darauf aufbauend – durch Weiterqualifikation die neuesten Entwicklungen in den jeweiligen Fachbereichen beherrschen. Ihre Verdienstmöglichkeiten seien mit Akademikern vergleichbar. Auch gingen die beruflich Gebildeten kaum das Risiko ein, unter ihrer Qualifikation beschäftigt zu werden. Laut Berufsbildungsforschung ist dies bereits bei 28 Prozent der Universitäts- und 19 Prozent der Fachhochschulabsolventen der Fall.

Mit der Höheren Berufsbildung will die CDU eine neue berufliche Bildungsmarke etablieren. Dazu müssen die Berufslaufbahnkonzepte so weiterentwickelt werden, dass sie in Bezug auf Qualitätsstandards und Prüfungsanforderungen den beiden akademischen Bildungsmarken Bachelor und Master entsprechen. Als Beispiel nannte Kretschmer das Kraftfahrzeugtechniker-Handwerk: Aufbauend auf dem Gesellenabschluss (beispielsweise Kfz-Mechatroniker) reichen die Fortbildungen vom Kfz-Servicetechniker über den Meister im Kfz-Technikerhandwerk bis zum Betriebswirt im Kfz-Handwerk. „Mit dem Konzept der Höheren Berufsbildung übertragen wir die Vorteile der akademischen Bildungsangebote auf die berufliche Bildung“, unterstrich der Vorsitzende des Bundesfachausschusses. Dazu werden Lernorte benötigt, die berufliche und akademische Doppelqualifikationen vermitteln – wie zum Beispiel ein duales und triales Studium – und gleichzeitig den Innovations- und Technologietransfer in die Unternehmen sicherstellen.

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Beschluss des Bundesfachausschusses Vorschläge zur Etablierung einer Höheren Berufsbildung

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SPD will Reform der Lehrerausbildung

Geschrieben von PM Bayern-SPD

Bildungspolitischer Sprecher Martin Güll: Spezialisierung auf Schulart erst im Referendariat

Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Martin Güll, unterstützt die Forderung des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) nach einer Reform der Lehrerbildung: „Wir sollten Lehrer für die Schularten ausbilden, die welche brauchen. Die derzeitige Ausbildungspraxis geht am Bedarf vorbei. Und wenn wir die Lehrerbildung ändern, können wir auch neue Herausforderungen wie die Ganztagspädagogik und die Inklusion aufnehmen.“
Güll strebt eine spätere Spezialisierung der Lehramtsstudenten an. Es mache keinen Sinn, wenn sich die Studierenden gleich zu Beginn des Studiums auf eine Schulart festlegen und nachher arbeitslos sind, weil es in der gewählten Schulart gerade keinen Bedarf gibt“, argumentiert der Vorsitzende des Bildungsausschusses im Bayerischen Landtag. Güll spricht sich dafür aus, alle Studierenden im Fachstudium so auszubilden, dass sie pädagogisch und fachlich für alle Schularten geeignet sind und zum Referendariat in die einzelnen Schularten wechseln können.

Studieren mit Aussicht Berufsschullehrer/innen braucht das Land

Geschrieben von Studis Online – Die schlauen Seiten rund ums Studium

An den Berufsschulen in Deutschland herrscht akuter Lehrermangel. Am größten ist die Not in den gewerblich-technischen Fächern. Schuld seien verbreitete Unkenntnis, falsche Vorurteile und politscher Aktionismus, meint Birgit Ziegler. Gegenüber Studis Online wirbt die Darmstädter Professorin für ein Arbeitsfeld am „Puls der Zeit“ – das inzwischen oft auch über ein anfängliches FH-Studium erreicht werden kann.

Nah dran an der Praxis – Unterricht in der Berufsschule
Studis Online: Presseberichten zufolge mangelt es derzeit erheblich an qualifizierten Berufsschullehrern und jungen Menschen, die diesen Beruf anstreben. Allein in Nordrhein-Westfalen klafft demnach bei den technisch-naturwissenschaftlichen Fachrichtungen eine Lücke von aktuell 2.000 Lehrkräften, die bis 2029 auf 5.000 anzuwachsen droht. Ist die Lage wirklich so ernst?

Birgit Ziegler: Die Situation stellt sich in der Tat ziemlich dramatisch dar. Bei uns in Hessen suchen die Schulleitungen händeringend nach Studienanfängern. Selbst junge Leute, die gerade ihr Bachelor-Studium absolvieren, werden zum Teil gezielt angeworben, um an den beruflichen Schulen Lücken zu schließen. Die größten Engpässe bestehen in den Bereichen Maschinenbau, Metall- und Elektrotechnik. Ich weiß von einem Studenten im zweiten Semester, der regelrecht bekniet wurde, nach dem Abschluss an die Schule zu kommen.

Über einen Mangel an Junglehrern in den sogenannten MINT-Fächern – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – hatten im Vorjahr vielerorts auch die allgemeinbildenden Schulen geklagt, während es in anderen Fächern sogar zu viele Bewerber gab. Wie ist der Stand bei den beruflichen Schulen im Hinblick auf das gesamte Fächerspektrum?

Bei den MINT-Fächern ist der Bedarf in der Fläche am gravierendsten. Aber schlecht sieht es auch bei den Fachschulen für Erzieherinnen und Erzieher aus. Einen großen Bedarf gibt es zudem im Bereich Gesundheit und Pflege. Not am Mann, bzw. der Frau besteht in so gut wie allen Feldern – mal mehr, mal weniger.

Im Moment ist viel vom „Akademisierungswahn“ die Rede. Weil Schulabgänger seit mehreren Jahren in Massen an die Hochschulen streben, soll in der beruflichen Ausbildung der Nachwuchs massiv weggebrochen sein, was sich auch im sogenannten Fachkräftemangel niederschlagen soll. Wenn es weniger Berufsschüler gibt, müsste es doch auch weniger Berufsschullehrer brauchen?

Die Rechnung geht nicht auf, weil die duale Ausbildung nur einen Teil der Berufsschulangebote betrifft. Dieser Bereich macht rund 60 Prozent der Schüler aus und hier lässt sich eine leicht rückläufige Tendenz verzeichnen. Das gilt auch für das Übergangssystem, in dem diejenigen landen, die keine Lehrstelle gefunden haben. Daneben bilden die Berufsschulen allerdings in studienqualifizierenden Bildungsgängen aus. Das sind in der Regel Vollzeitschulen, ohne ergänzende betriebliche Qualifizierung. Weil aber der Zulauf an die beruflichen Gymnasien, Berufsoberschulen, Fachoberschulen und auch in der Weiterbildung – zu Technikern und Meistern – zugenommen hat und weiter zunimmt, besteht gerade dort ein immenser Lehrerbedarf. Wir sprechen deshalb auch nicht vom Lehrer, der ausschließlich in Berufsschulen unterrichtet, sondern von Lehrern an beruflichen Schulen mit vielen unterschiedlichen Bildungsgängen.

Wie konnte es soweit kommen? Wurde hier die Entwicklung einfach verschlafen?

Prof. Birgit Ziegler (TU Darmstadt)
Unsere Interviewpartnerin Birgit Ziegler ist Professorin am Institut für Allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik an der technischen Universität Darmstadt. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören „Professionalisierung von Lehrenden“, „Entwicklung beruflicher Orientierungen“ und „Interessenentwicklung und Berufswahl“.
Es gab schon immer zu wenige Lehrer an beruflichen Schulen, insbesondere in den gewerblich-technischen Bereichen. Dahinter steht vor allem ein strukturelles Problem. Es ließ sich schon in 1970er Jahren feststellen, dass Jugendliche ein vergleichsweise geringes MINT-Interesse haben. Noch seltener kommt es vor, dass sich junge Menschen einerseits für Technik und zugleich für den Umgang mit Menschen interessieren. Außerdem streben Frauen seltener in technische Berufe. Dazu kommt eine weitere Hürde: Schüler aus Gymnasien ohne berufspraktische Erfahrungen müssen für die Lehrerausbildung Fachpraxis im Umfang von mindestens 42 Wochen nachweisen. Das schreckt viele ab.

Gehen wir mal weg von der MINT-Problematik. Wie ist es um den Ruf des Berufsbild an sich bestellt?

Leider ist die Anerkennung und die Wertschätzung für diesen Beruf nicht besonders hoch, das zeigt sich immer wieder in Befragungen. Das hat auch viel mit Unkenntnis zu tun: Jedes Schulkind kennt den klassischen Lehrerberuf an einer allgemeinbildenden Schule aus eigener Anschauung. Die Wahl fürs Lehramt liegt sehr häufig in der Vertrautheit des Berufs begründet und deshalb wollen viele Gymnasiasten später auch mal Gymnasiallehrer werden. Dass man auch Lehrer an beruflichen Schulen werden kann und dafür ein ebenso anspruchsvolles Studium absolvieren muss, wissen viele gar nicht, auch nicht, dass man dabei so viel Geld verdient wie am Gymnasium. Dazu existieren jede Menge Klischees, von wegen da würden nur Doofe und soziale Härtefälle die Schulbank drücken. All das sorgt dafür, dass die Perspektive Lehrer an beruflichen Schulen von vielen völlig ausgeblendet wird.

Auf welchen Wegen könnte solchen Vorurteilen begegnet werden?

Wichtig wäre es, Gymnasialschülern bessere Einblicke in berufliche Schulen und deren Angebote zu verschaffen. So ließen sich Vorbehalte sowohl mit Blick auf eine mögliche eigene Berufsausbildung als Alternative zum Studium sowie auch gegenüber dem Beruf Lehrer an beruflichen Schulen abbauen. Eine Chance sehe ich auch darin, dass inzwischen an vielen beruflichen Schulen die Hochschulreife erworben werden kann. Das könnte ein guter Rekrutierungspool sein: Wer berufliche Schulen von innen kennt, bleibt dort vielleicht eher als Lehrerin oder Lehrer »hängen«.

Wie könnte die Politik Abhilfe schaffen?

Es fehlt an nachhaltigen Maßnahmen. Bei der Lehrerversorgung an beruflichen Schulen geht es häufig nur darum, kurzfristig Löcher zu stopfen. Ein Beispiel: In Flensburg wurde auf Rechnung des Landes Schleswig-Holstein ein Programm aufgelegt, bei dem Quereinsteiger ein Master-Studium bei vollem Gehalt absolvieren konnten. Die Betroffenen studierten dabei parallel zum Schuldienst an der Uni in Teilzeit, machten ihren Abschluss und hatten eine Übernahmegarantie. Nachdem der dringendste Bedarf an den Schulen gedeckt war, wurde das Programm inklusive des Teilzeitmodells wieder eingestellt. Dabei bräuchte es in der Lehrerausbildung dauerhaft Teilzeitmodelle, um ein berufsbegleitendes Studium attraktiver zu machen. Setzt die Politik nur auf kurzfristige Sonderprogramme und Anreizsysteme, um die ärgsten Nöte zu lindern, entwertet dies natürlich auch die grundständige Ausbildung, weil der Eindruck entsteht, dass jeder „Hinz und Kunz“ immer noch Lehrer werden kann, wenn nichts anderes mehr geht.

Der klassische Weg in den Beruf ist ein Lehramtsstudium an einer Universität. Wie kann man noch zum Ziel gelangen?

Es gibt mittlerweile zahlreiche Kooperationsmodelle zwischen Unis und Fachhochschulen, zum Beispiel in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Dabei studiert man an der FH die Fachrichtung, also die Ingenieurwissenschaft, und an der Uni das Zweitfach für den Sekundarbereich II – zum Beispiel Sport, Deutsch, Mathematik, Physik – verbunden mit der erziehungswissenschaftlichen Ausbildung.

Der Informationsdienst Wissenschaft (idw) berichtete unlängst über ein Quereinsteigerangebot an der Fachhochschule Südwestfalen in Soest. Dabei belegen Studierende in Elektrotechnik und Maschinenbau zusätzliche „Seminare zu lehramtsrelevanten Themen“. Mit dem so erlangten Bachelor erhalten sie später Zugang zu den gewerblich-technischen Master-Studiengängen der Universität Paderborn mit dem Abschluss Master of Education. Ist das eine der Kooperationen, von der Sie sprachen?

Ja, wobei das inzwischen die Regel ist. FH-Absolventen mit Bachelor haben heute eigentlich überall die Möglichkeit, an der Uni zu studieren. Bei uns in Hessen können sich alle Studierenden mit FH-Abschluss direkt in den Master bewerben, wobei sie dann die erziehungswissenschaftlichen und die Anforderungen für das zweite Unterrichtsfach nachholen müssen. Die Uni Flensburg kooperiert zum Beispiel mit sämtlichen technischen Fachhochschulen im Umfeld. Die Studierenden erwerben dabei parallel an der Uni Flensburg die erziehungswissenschaftlichen Module, um dann nach dem Bachelor direkt ins Master-Studium zu wechseln. So oder ähnlich wird heute in allen Bundesländern verfahren. Wer heute mit einem FH-Bachelor Lehrer werden will, dem stehen praktisch alle Türen offen.

Was macht den besonderen Reiz eines Lehrers an beruflichen Schulen aus?

Die berufliche Bildung ist ein unheimlich dynamisches Feld, die ganz nah dran ist am realen Leben. An den beruflichen Schulen ändern sich die Curricula häufig, weil die Lerninhalte immer wieder neu auf die sich wandelnden Arbeits- und Produktionsprozesse in der Wirtschaft abgestimmt werden. Man steht in engem Austausch mit den Betrieben, die auch Forderungen nach aktuellen Bildungskonzepten – wie Juniorfirma, Unternehmenssimulationen, selbstorganisiertes Lernen, Handlungsorientierung – an die Schulen herantragen. In aller Regel sind die Schulen bestens ausgestattet mit modernen Medien, Hightech-Laboren, Steuerungstechnik, Robotern. Man ist als Lehrer praktisch direkt am Puls der Zeit, was von einem selbst ein hohes Maß an Offenheit und Flexibilität verlangt. Jahrelang ein und dasselbe Unterrichtskonzept abzuspulen, das geht da nicht. Zudem ist das Studium polyvalent angelegt, so dass es neben dem Arbeitsplatz Schule immer auch den Arbeitsplatz Betrieb geben kann. Statt in die Schulen gehen später nicht wenige in die betriebliche Bildung – mit hervorragenden Karriereperspektiven.

Was ist mit den Schülern? Wo liegen hier die Unterschiede, etwa zu den Gymnasien?

Die sind im Durchschnitt 19 Jahre alt, haben in der Regel ein berufliches Ziel vor Augen und sind entsprechend motiviert bei der Sache. Auch hat man als Lehrer praktisch nicht mit den Eltern zu tun, weil die jungen Leute zumeist auf eigenen Beinen stehen. Natürlich hat man auch mit schwierigen Kandidaten zu tun, etwa solchen, die keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. In einer Klasse sitzen nicht selten Abiturienten neben Hauptschülern und deutlich älteren Umschülern oder Studienabbrechern. Diese Heterogenität stellt besondere Herausforderungen an die Lehrkraft im Umgang mit Menschen, die ganz unterschiedlichen Milieus entstammen und in ihren intellektuellen Fertigkeiten stark variieren können. Auf alle Fälle braucht es Durchsetzungskraft, ein gewisses Standing sowie pädagogische und didaktische Kompetenz.

Bei SPIEGEL ONLINE meldete sich zuletzt eine Lehrerin einer Berufsschule in Thüringen mit 90 Prozent männlichen Schülern zu Wort und beklagte sich über alltägliche „sexuelle Diskriminierung“. Wie gut sind Frauen in dem Beruf aufgehoben?

In gewerblich-technischen Schulen besteht in der Tat ein Männerüberhang. In Schulen für Gesundheit und Pflege oder für Ernährung und Wirtschaft sind umgekehrt Frauen in der Überzahl. Auf dem Land sind die Schulzweige hingegen oft gemischt. Natürlich ist es für eine Frau vor einer großen Zahl an Männern nicht immer leicht und in den Berufsschulen sind die Schüler meistens direkter, bisweilen auch grober. Sexistische Anmaßungen und Machogehabe erlebt man aber auch an den Hochschulen in den Technikfächern und gewiss auch an allgemeinbildenden Schulen. Wir machen die Erfahrung, dass sich gerade technikinteressierte Frauen sehr gezielt für den Beruf entscheiden, weil sie ihre technischen Vorlieben mit dem Bedürfnis, mit Menschen Umgang zu haben, gut verbinden können.

Wie steht es um die Bezahlung für einen Berufschullehrer?

Man schlägt dieselbe Laufbahn ein wie ein Gymnasiallehrer, verdient also entsprechend gut. Ich kenne Gymnasiallehrer, die an beruflichen Schulen unterrichten und die ziemlich angetan von ihrer Arbeit sind. Sie schätzen vor allem, dass die Schüler direkter sind, ehrlicher und offener, während sich Gymnasiasten strategischer verhalten und weniger von sich preisgeben würden. Das haben auch Untersuchungen ergeben.

Sehen Sie Perspektiven, den Bedarf an Kräften mittelfristig auch mit Flüchtlingen zu decken, unter denen sich teilweise auch Hochqualifizierte befinden?

Konkrete Angebote gibt es dazu nach meiner Kenntnis noch nicht. Wer aber zum Beispiel einen Ingenieurabschluss hat und Sprachkenntnisse mitbringt, hat natürlich die Möglichkeit, zum Berufsschullehrer umzusatteln. (rw)

"Die Person als Maß der Pädagogik" - Bildungsminister Dr. Spaenle verleiht Prof. Dr. Walter Eykmann, Würzburg, den Bayerischen Staatspreis für Unterricht und Kultus

Geschrieben von Carolin Völk, Sprecherin, Tel. 089-2186-2526

MÜNCHEN/WÜRZBURG. Bayerns Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle hat heute in München Prof. Dr. Walter Eykmann aus Würzburg mit dem Bayerischen Staatspreis für Unterricht und Kultus ausgezeichnet. Minister Spaenle würdigte Eykmann in seiner Laudatio: "Ihnen ist es in beeindruckender Weise gelungen, Ihr pädagogisches und wissenschaftliches Engagement mit Ihrer Tätigkeit in Politik und im kirchlichen Bereich zu verbinden und all Ihre Aufgaben mit ganzer Kraft und Hingabe zu erfüllen." Der Minister weiter: "Es ist mir eine große Freude, Ihnen für Ihren langjährigen herausragenden Einsatz und Ihre Verdienste um das bayerische Bildungswesen den Bayerischen Staatspreis für Unterricht und Kultus zu verleihen."

Prof. Dr. Eykmann war nach dem Studium der Fächer Latein, Katholische Religionslehre und Sozialkunde am Würzburger Riemenschneider-Gymnasium tätig, zuletzt als Studiendirektor. Bereits als Studienrat wurde er, als erster Laie, zum Seminarlehrer für Katholische Religionslehre ernannt. Von 1978 bis 2008 gehörte er dem Bayerischen Landtag an. 1989 promovierte er in Pädagogik, 2002 wurde er zum Honorarprofessor für Pädagogik an der Universität Würzburg bestellt. Minister Spaenle hob in seiner Ansprache hervor: "Besondere Anliegen waren Ihnen stets das differenzierte bayerische Schulsystem und ein Gymnasium mit Anspruch und Qualität - dafür setzten Sie sich auch in Ihrer politischen Tätigkeit mit Nachdruck ein." Die Einrichtung des deutschlandweit ersten Lehrstuhls für Gymnasialpädagogik an der Universität Würzburg im Jahr 2005 ist u. a. auf Eykmanns Bemühen zurückzuführen. 2009 wurde ihm die höchste Auszeichnung der Universität Würzburg verliehen, der Titel des Ehrensenators.

Große Verdienste habe sich Eykmann durch seine nachhaltige Arbeit als Vorsitzender des Bayerischen Bibliotheksverbandes auch um das Bayerische Bibliothekswesen erworben, betonte Bildungsminister Spaenle. "Ohne Ihren ungeheuren Einsatz wäre das Bayerische Bibliothekswesen nicht auf dem modernen und zukunftsfähigen Stand, auf dem es sich heute befindet", unterstrich der Minister. Eykmann, inzwischen erstes und bisher einziges Ehrenmitglied des Verbandes, war beispielsweise Mitinitiator des "Tags der Bibliotheken".

Bildungsminister Spaenle: "Wer ein Leitmotiv für Ihr Lebenswerk sucht, wird im Titel einer Ihrer Publikationen fündig: ,Die Person als Maß der Politik und Pädagogik'. In den vielen Jahren Ihres Wirkens in Bildung und Politik haben Sie den Menschen mit all seinen Facetten und Bedürfnissen nie aus dem Fokus geraten lassen."

Der Bayerische Staatspreis für Unterricht und Kultus wird für besondere Verdienste vor allem um Erziehung und Unterricht, Erwachsenenbildung sowie Kultusangelegenheiten verliehen. Die Auszeichnung besteht aus einer Bronzeplastik, die in stilisierter Form eine aufbrechende Kastanie darstellt.

Workshop: Schulprojekte zum Thema „Energetische Sanierung und Denkmalschutz“ Einladung an Lehrkräfte

Geschrieben von Super User

„denkmal aktiv“ in Kooperation mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Die energetische Sanierung der bestehenden Bausubstanz zählt zu den zentralen Aufgaben für
die anstehende Energiewende. Das gilt für die etwa drei Prozent unter Denkmalschutz
stehenden Gebäude in Deutschland, aber auch für historisch bedeutende Ensembles wie
Siedlungen oder Ortskerne. Deren Potenzial zur Energieeinsparung gilt es mit Fachkenntnis,
aber auch mit viel Fingerspitzengefühl zu erschließen. Hier sind Strategien, Methoden und
Technologien gefragt, die technisches Know-how und gestalterische Sensibilität verbinden.
Finden derartige Ansätze Verbreitung, so werden sie auch wirtschaftlichen Ansprüchen gerecht.
Seit dem Schuljahr 2013/14 fördern die Deutsche Bundesstiftung Umwelt und die Deutsche
Stiftung Denkmalschutz im Rahmen des Schulprogramms „denkmal aktiv – Kulturerbe macht
Schule“ Schulprojekte, die sich mit den vielfältigen Aspekten der energetischen Sanierung von
Baudenkmalen bzw. historischen Gebäuden auseinandersetzen.
Die geförderten Projekte sind durchweg erfolgreich verlaufen, so dass die Partner beschlossen
haben, ihr Engagement im Schuljahr 2016/17 auszuweiten.

In diesem Zusammenhang veranstaltet die Deutsche Bundesstiftung Umwelt gemeinsam
mit „denkmal aktiv“ am 11. und 15. März 2016 Workshops zu diesem Thema.

  • Ort: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege
    Scharnhorststraße 1, 30175 Hannover
  • Termin: 15. März 2016, 14:00 bis 17:00 Uhr (Einlass ab 13 Uhr);

  • Ort: Park Inn by Radisson Nürnberg (Sandstraße 2-8, 90443 Nürnberg)
  • Termin: 11. März 2016, 14:00 bis 17:00 Uhr (Einlass ab 13 Uhr).

Mit diesem Engagement verfolgen die Partner das Ziel, interessierte Lehrkräfte für das
Thema „Energetische Sanierung und Denkmalschutz“ zu sensibilisieren sowie für eine
Bewerbung im Rahmen von „denkmal aktiv“ im kommenden Schuljahr 2016/17 zu
motivieren.

Im Mittelpunkt des Workshops stehen Best Practice-Beispiele, d.h. „denkmal aktiv“-
Schulprojekte zum Thema „Energetische Sanierung und Denkmalschutz“, die von beteiligten
Lehrkräften und SchülerInnen vorgestellt werden.

Weiter erhalten die TeilnehmerInnen Informationen im Hinblick auf Anforderungen und
Vorgehen bei der Antragstellung zur Teilnahme an „denkmal aktiv“ im kommenden Schuljahr
2016/17. Freiraum für den Austausch und eine begleitende Ausstellung runden das Angebot ab.
TeilnehmerInnen erhalten einen Fahrtkostenzuschuss (im Mittel 100 € je TeilnehmerIn).
Die Anerkennung der Veranstaltung als Lehrerfortbildung wurde beantragt

Bitte melden Sie sich bis zum 5. März 2016 an.

Die Anmeldeformulare finden Sie hier!

Weitere Informationen erhalten Sie Susanne Braun DSD
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Tel.: 0228 9091-450
Fax: 0228 9091-409

Stipendien speziell für Lehramtsstudierende: Jetzt für das Studienkolleg bewerben!

Geschrieben von Super User

Berlin, den 21.01.2016. Wer Lehrer werden möchte, hat ab sofort und noch bis zum 9. Mai 2016 die Chance, sich für ein Stipendium im Studienkolleg zu bewerben, dem deutschlandweit einzigen Förderprogramm speziell für Lehramtsstudierende. Seit 2007 ermöglichen die Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) und die Robert Bosch Stiftung Lehramtsstudierenden und -promovierenden, sich schulgestalterische Kompetenzen anzueignen und zusätzlich eine finanzielle Unterstützung aus den Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zu erhalten. Diese muss nicht zurückgezahlt werden. Lehramtsstudierende aller Fachrichtungen und Schularten, die später an der Schule Verantwortung übernehmen möchten, sind herzlich eingeladen, sich zu bewerben.

In diesem zweiminütigen Kurzfilm berichten Geförderte aus dem Studienkolleg, wie sie von dem gemeinnützigen Förderprogramm profitieren und ermutigen angehende Lehrkräfte, sich zu bewerben: https://www.youtube.com/watch?v=FVxyA-cwMFE&feature=youtu.be

Mehr Informationen zur Bewerbung gibt es unter: http://www.sdw.org/studienkolleg/bewerben-standorte
Über das Studienkolleg
Das Studienkolleg ist Teil der Begabtenförderung des Studienförderwerks Klaus Murmann der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) und wurde 2007 in Kooperation mit der Robert Bosch Stiftung ins Leben gerufen. Es richtet sich an leistungsstarke, gesellschaftlich engagierte Lehramtsstudierende und Promovierende mit dem Berufsziel „Lehrer“. Dieses in Deutschland einzigartige Förderprogramm macht angehende Lehrerinnen und Lehrer mit pädagogischen Führungsaufgaben vertraut und vermittelt ihnen ein Bewusstsein für schulische Gestaltungsräume. Derzeit befinden sich rund 300 Personen aktiv in der Förderung.

Pressekontakt: Christine Sequeira-Voigt, Referentin Kommunikation Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) gGmbH, Breite Strasse 29, 10178 Berlin Tel.: 030 278906-78 Fax: 030 278906-55 Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Christine Sequeira-Voigt
Referentin Kommunikation

Tel.: 030 278906-78
Fax: 030 278906-33
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Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) gGmbH
im Haus der Deutschen Wirtschaft
Breite Straße 29, 10178 Berlin
Sitz: Berlin, Amtsgericht Charlottenburg, HRB 144651
Geschäftsführung: Dr. Arndt Schnöring (Vors.), Lars Krösche
Aufsichtsratsvorsitzender: Ingo Kramer
www.sdw.org

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