Grundschulung Teil I für Personalräte an beruflichen Schulen 16.-17.10.2017

Geschrieben von Super User

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

aufgrund der großen Nachfrage bietet das Bildungs- und Förderwerk des Verbandes der Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern (BFW-VLB) e.V. für neu gewählte Personalräte und Ersatzvertreter noch eine weitere zweitägige Grundschulung Teil I nach Art. 46 Abs. 5 BayPVG an.

Datum
16.10. bis 17.10.2017 

Teilnehmerkreis
Personalräte aus allen Regierungsbezirken/Schulen

Geplanter Schulungsort
Ebermannstadt

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Teilzeitbeschäftigung für Beamtinnen und Beamte

Geschrieben von Wolfgang Lambl

Antragsteilzeit - Voraussetzungen
Beamtinnen und Beamten mit Dienstbezügen soll auf Antrag die Arbeitszeit bis auf die Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit und bis zur jeweils beantragten Dauer ermäßigt werden, soweit dienstliche Belange nicht entgegenstehen.
Diese sogenannte „voraussetzungslose Antragsteilzeit" ermöglicht eine Teilzeitbeschäftigung ohne Vorliegen besonderer sachlicher oder persönlicher Gründe. Antragsteilzeit ist zu versagen, wenn dienstliche Belange einer Reduzierung der Arbeitszeit entgegenstehen.

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„Wer wird Personalratsvorsitzende(r)?“ Die „Konstituierung“ der Personalvertretungen - nach BayPVG gesetzlich geregelt!

Geschrieben von Wolfgang Lambl

Die Amtszeit der neu gewählten Personalräte beginnt einheitlich am 1.8.2016 und endet planmäßig am 31.7.2021. Die Wahl der Vorstandsmitglieder und der/des Vorsitzenden ist gesetzlich zwingend vorgeschrieben. Immer wieder kommt es allerdings bei Kolleginnen und Kollegen zu Irritationen, insbesondere wenn sich bei der Wahl des Vorstandes eventuell eine von den Wahlergebnissen abweichende Besetzung ergibt.

Durch die Regelung im Art. 33 BayPVG (Gesetz vom 24.12.2005, GVBl S. 687/688) kann sich für die konstituierende Sitzung und die Geschäftsführung des Personalrates entsprechende Auswirkungen ergeben:

Hat der Personalrat drei oder mehr Mitglieder, so ist von der stärksten Gruppe – in der Regel die Gruppe der Beamten - ein weiteres Mitglied als stellvertretende(r) Vorsitzende(r) in den Vorstand zu wählen. Es sind ausschließlich die Mitglieder dieser Gruppe wahlberechtigt.

Der Personalrat kann damit zwei stellvertretende Vorsitzende haben.

In der konstituierenden Sitzung ist daher wie folgt vorzugehen:

1.    Die Gruppen der Beamten und der Arbeitnehmer wählen in getrennten Wahlgängen die/den jeweilige Gruppenvorsitzende/n und die/den stellvertretende/n Gruppenvorsitzende/n (das auf sie entfallende Vorstandsmitglied und ein stellvertretendes Vorstandsmitglied - Art. 32 Abs. 1 Satz 4 BayPVG).
Diese Wahl kann offen, z.B. durch Handaufheben erfolgen, wenn die jeweilige Gruppe nicht ein anderes Wahlverfahren beschließt.

2.    Die stärkste Gruppe kann ein weiteres Vorstandsmitglied als stellvertretende(n) Vorsitzende(n) (Art. 33 Satz 1 BayPVG) wählen. Dies kann z.B. auch ein bereits zum stellvertretenden Vorstandsmitglied gewähltes Mitglied sein.
Damit ist der Vorstand gebildet

3.    Der gesamte Personalrat wählt dann aus den Mitgliedern des Vorstands (nur diese sind wählbar – mit Ausnahme der/des bereits gewählten stellv. Vorsitzenden) eine(n) Vorsitzende(n) und die/den stellvertretende/n Vorsitzende/n.
Der Personalrat kann daher bis zu zwei stellvertretende Vorsitzende haben.

Auszug aus dem BayPVG:

Art. 32   Vorstand, Vorsitzender
(1) Der Personalrat bildet aus seiner Mitte den Vorstand. Diesem gehört ein Mitglied jeder im Personalrat vertretenen Gruppe an. Frauen und Männer sollen dabei gleichermaßen berücksichtigt werden. Die Vertreter jeder Gruppe wählen das auf sie entfallende Vorstandsmitglied und ein stellvertretendes Vorstandsmitglied. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los.

(2) Der Personalrat wählt mit einfacher Stimmenmehrheit in geheimer Wahl aus den Mitgliedern des Vorstands einen Vorsitzenden und bis zu zwei stellvertretende Vorsitzende. Dabei sind die Gruppen zu berücksichtigen, denen der Vorsitzende nicht angehört, es sei denn, dass die Vertreter dieser Gruppe darauf verzichten.

[…]
Art. 33   Erweiterter Vorstand
Hat der Personalrat drei oder mehr Mitglieder, ist von den Vertretern der stärksten Gruppe im Personalrat ein weiteres Mitglied als stellvertretender Vorsitzender in den Vorstand wählen; bei gleicher Stärke der Gruppen entscheidet das Los.   […]

Wichtiger als all die gesetzlichen und juristischen Vorschriften ist jedoch, dass die gewählten Personalräte die Anliegen und Interessen der Beschäftigten mit Engagement und Kompetenz vertreten. Bei dieser wertvollen Aufgabe können Sie auch auf die Beratung und Unterstützung der zuständigen Stufenvertretungen „bauen“.

Europa-Urkunde für die Berufliche Oberschule Hof: Europa gemeinsam erleben und leben

Geschrieben von Melanie Fuchs/Hans Dietrich

„Voneinander lernen, einander verstehen, Zusammenarbeit und Freundschaft über Grenzen hinweg – genau das macht Europa aus.“

Dieser von Europaministerin Dr. Beate Merk geäußerte Kerngedanke liegt in ganz besonderem Maße auch der Kooperation der Beruflichen Oberschule in Hof mit den italienischen Partnerschulen, dem Liceo Linguistico di Orbetello und dem ITE di Albinia in der Toskana zugrunde.
Nachdem im Jahr 2011 eine an der Schule tätige Fremdsprachenassistentin den Kontakt zwischen den Schulen hergestellt hatte, zeigte ein vorbereitender Besuch der deutschen Lehrer in Orbetello bei den italienischen Kollegen rasch, dass zahlreiche gemeinsame Interessen zur Förderung einer Zusammenarbeit beider Länder im Rahmen des von der Europäischen Union ge-
förderten Comenius-Projekts verwirklicht werden könnten. Materialien zur Familie in Italien und Deutschland sollten so aufbereitet werden, dass die Schüler in beiden europäischen Ländern möglichst viel in anschaulicher Form über diese Keimzelle der Gesellschaft erfahren.

Europa geht alle an
Mit ihrem Satz „Europa geht uns alle an.“ machte die Staatsministerinin ihrer Rede sehr deutlich, dass es Aufgabe aller europäischen Bürger ist, Kontakte zu anderen Ländern zu suchen, um kulturelle Eigenheiten und gesellschaftliche Strukturen des jeweiligen Partners zu erkunden und dabei auch gängige Klischees und Stereotypen zu entlarven. Charakteristische Besonderheiten sollten als prägend erfahren werden und eine Form von Akzeptanz und Wertschätzung gegenüber abweichenden Denk- und Lebensformen sollte entwickelt und als gleichberechtigt verstanden werden.

Familien im Wandel
Während die italienischen Schule die italienische Familie im Wandel der Zeit in Form eines Theaterstückes mit dem Titel „La famiglia Rossi“ dokumentierte, zeigte die Berufliche Oberschule Hof durch eine Lernbroschüre mit dem Titel „Lafamiglia – die Familie“ die Besonderheiten und auch Eigenheiten der deutschen Familie. Kreativaufgaben, beispielsweise die Formulierung von Statements zur Familie oder eine Präsentation zur eigenen Familie, motivieren die Schüler, über die Bedeutung dieser Institution nachzudenken und nach Parallelen und Unterschieden in der kulturellen Gegenüberstellung zu suchen. Sachtexte aus Presseartikeln überregionaler Zeitungen und Zeitschriftenweisen auf aktuelle Probleme der Familie in Deutschland hin, so beispielsweise auf die Schwierigkeiten beim Ausbau von KITAs, und literarische Texte von Heinrich Hoffmanns Geschichten über Heinrich Bölls „Haus ohne Hüter“ bis hin zu Wolfgang Herrndorfs „Tschick“ zeigen die Familie und ihre Entwicklung im Spiegel fiktionaler Wahrnehmung. Daneben geben deutsche Lieder (so etwa von Reinhard Mey und den Wise Guys), Filme (beispielsweise Loriots „Weihnachten bei Hoppenstedts“ oder Clips aus der „Sendung mit der Maus“) und diverse kulturelle Elemente (Kinderreime, Witze, Kochrezepte, Spiele) Einblicke in das Bild der deutschen Familie. Auch Aufgaben zu Grammatik und Wortschatz sowie Lese- und Hörverstehen, wie sie auch im Deutschunterricht an der italienischen Schule eingeübt und abgeprüft werden, sind Bestandteil der Lernbroschüre, die damit die Schulung kognitiver Fähigkeiten und gleichzeitig eine emotionale Auseinandersetzung mit den Inhalten anregt.

Grenzübergreifende Freundschaften
Beide Produkte, das italienische Theaterstück und die deutsche Lernbroschüre, die nicht nur im Unterricht der jeweiligen Länder erarbeitet wurden, sondern auch bei den gegenseitigen Besuchen überprüft und vorangetrieben wurden, zeigen, dass es sich nicht um realitätsferne Konstrukte handelt, sondern um Ergebnisse bewusster und reflektierter Arbeit. Italienische und deutsche Schüler durften während der Austauschmaßnahme nicht nur Einblicke in Land und Kultur des Partners gewinnen, sondern konnten durch die Aufnahme in den Familien einen weiteren praktischen Bezug zur anzufertigenden Arbeit herstellen. Durch die Unterbringung in Gastfamilien lernten die Schüler das Leben in einer deutschen bzw. italienischen Familie unmittelbar kennen und schätzen. Im Videobeitrag der Beruflichen Oberschule Hof äußert der Schüler Oliver Helbig: „Ich bin Teil meiner italienischen Gastfamilie geworden. Meine italienische Mutter nennt mich auch heute, nunmehr zwei Jahre nach dem offiziellen Austausch, noch ,figliomio´ und ich sie natürlich ,mamma´. Diese Aussage macht deutlich, dass Beobachtungen und Vergleiche nicht auf der kognitiven Ebene blieben, sondern eine echte und dauerhafte Freundschaft über Grenzen hinweg entstanden ist.

Praktikanten willkommen
Besonders deutlich wird diese enge Verbundenheit dadurch, dass nach dem Abschluss des Comenius-Projekts im Jahre 2014 sofort neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit erkundet wurden. Im Rahmen von „Erasmus Plus“ konnten 10 deutsche Schüler im Februar 2015 der Kultur Italiens näherkommen und in italienischen Betrieben in Orbetello und Umgebung Berufserfahrung im Rahmen eines zweiwöchigen Praktikums sammeln. Zahlreiche italienische Firmen, wie beispielsweise Fischkooperativen, Schiffswerften und Fährbetriebe, hatten Interesse an einem deutschen Praktikanten bekundet. Im Nachgang äußerten sich sowohl Ausbilder als auch betreuende italienische Lehrkräfte so zufrieden mit den deutschen Schülern, dass sie die Bereitschaft äußerten, auch für den künftigen Praktikumsbesuch im März 2016 Stellen anzubieten. Dieses Engagement der Italiener ist insbesondere auch deshalb so beachtlich, da ihr eigener Antrag auf die Unterstützung von europäischen Mitteln von ihrer nationalen Agentur abgelehnt worden war und sie nun so viel leisten, ohne zunächst selbst einen Vorteil aus der Kooperation zu ziehen.

Sowohl italienische als auch deutsche Lehrkräfte und Schüler haben immens von der bisherigen Zusammenarbeit profitiert. Beide Seiten hoffen deshalb auf eine Fortsetzung dieser EU-geförderten Kooperation und freuen sich auf neue interessante und gewinnbringende Projekte.

Aktivsätzen fördern Eigeninitiative und Engagement: Worte schaffen Wirklichkeit!

Geschrieben von Sigrid Strobel

Im heutigen Schulalltag gibt es viele Aufgaben und Pflichten. Jeder Unterricht braucht eine intensive Vorbereitung, jede Korrektur braucht Zeit. Und dann gibt es unzählige Aufgaben neben der Unterrichtstätigkeit: Tätigkeiten im eigenen Fachbereich, in der Schulfamilie, bei den Abschlussprüfungen, mit den Ausbildern und vieles mehr. Viele Lehrkräfte fühlen sich heute überfordert. Dies äußert sich oft in Klagen – Klagen über die große Arbeitsbelastung, Klagen über unmotivierte, faule und freche Schüler, Klagen über unfähige Schulleiter und vieles mehr. Viele Lehrkräfte fühlen sich als Opfer äußerer Umstände. Sie fühlen sich ungerecht behandelt, oft schlicht übergangen.
Das alles hat viel mit Sprache zu tun. Sprache beeinflusst unser Empfinden und unsere Handlungsweise und auch das unserer Gesprächspartner. Der bewusste Gebrauch von Aktivsätzen ist beispielsweise ein wesentlicher Schlüssel zu mehr Eigeninitiative und Engagement. Passivsätze hemmen die die Aktivität. Wieso ist das so?
Ich lade Sie ein, für einen Augenblick in die Schülerrolle zu gehen.

Lesen Sie nun laut diese beiden Passivsätze „Jetzt wird aufgepasst!“ oder „Das wird gelernt!“ Wie groß ist Ihre Motivation aufzupassen und zu lernen? Lesen Sie nun im Vergleich dazu diese beiden Aktivsätze: „Liebe K12c, jetzt kommen wichtige Informationen zur Abschlussprüfung. Bitte, hört alle gut hin.“ oder „Dieses Thema ist für die Abschlussprüfung wichtig, lernt vor allem die Fachbegriffe und deren Bedeutung.“
Verändert sich Ihre Motivation? Welche Formulierung macht es Schülern leichter aufzupassen und zu lernen?

Handle oder du wirst behandelt!
Eigeninitiative, Eigenverantwortung, Selbstmanagement – diese Wörter finden sich vielfach in Kompetenzkatalogen von Schulen. Die Begriffe beschreiben die Selbstkompetenz. Heinrich Roth prägte schon 1971 diesen Begriff. Wir Berufsschullehrer wissen alle, wie wichtig diese Soft Skills sind, die „Fähigkeit und Bereitschaft, selbständig und verantwortlich zu handeln, eigenes und das Handeln anderer zu reflektieren und die eigene Handlungsfähigkeit weiterzuentwickeln." (Deutscher Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen DQR 02/2009)
Gerade in der Berufsausbildung sind Eigeninitiative und Engagement eminent wichtig. Wir wollen zukünftige kompetente Mitarbeiter für Firmen ausbilden.
Gleichzeitig erleben Lehrkräfte Tag für Tag unmotivierte, gleichgültige Schüler mit einer „Ist mir doch egal-Mentalität“.

Aktiv statt Passiv
Kompetenz ist die Kombination von Wissen, Können und Wollen. Gerade beim Wollen spielt die Sprache, die einzelne Formulierung eine große Rolle.
Eine Formulierung in Passiv hat eine gänzlich andere Wirkung als eine Satzkonstruktion in Aktiv. „Die Aufgabe wird nun gerechnet.“ In diesem Passivsatz fehlt der Handelnde, der Schüler kommt nicht vor. Doch er ist es, der die Aufgabe rechnen soll. „Warum soll ich die Aufgabe rechnen?“ Viele Schüler stellen sich diese Frage, wenn sie in der Sprache des Lehrers nicht vorkommen.
Mit dem passiven Aussagesatz „die Aufgabe wird nun gerechnet“ meint der Lehrer in Wahrheit eine Aufforderung. Dafür braucht er einen Aufforderungssatz. Die Aufforderung klingt dann so: „Liebe K12c, rechnet nun bitte folgende Aufgaben …“
Wir Lehrkräfte haben mit unserer Sprache einen großen Einfluss auf unsere Schülerinnen und Schüler. Zum einen sind wir ein sprachliches Vorbild und prägen die Schüler durch unseren Sprachgebrauch. Zum anderen können wir die Schüler durch einen achtsamen Umgang mit der Sprache aktivieren und motivieren.
Das ist ein bedeutsamer Aspekt. Denn viele Lehrkräfte leiden unter der Passivhaltung ihrer Schüler, die sich berieseln lassen, die Unterricht konsumieren wollen.
Achten Sie in den nächsten Tagen auf Passivkonstruktionen. Wie oft und in welchen Zusammenhängen sprechen Sie im Passiv? Lässt sich der Satz wandeln, sprich, gibt es einen Handelnden? Es lohnt sich immer die handelnde Person zu nennen. Ändern Sie Ihre Sprache und Ihre Schüler ändern Ihre innere Haltung.

Die eigene Sprache wirkt auf das eigene Denken und Handeln
Formulieren Sie alle Passivsätze um. Im schriftlichen Kontext, z. B. bei einem Protokoll, können Sie dies in Ruhe tun. Wer fehlt als Handelnder? Was geschieht als Folge davon mit der Motivation? Die eigene Sprache wirkt nicht nur beim Gegenüber, sie wirkt auch auf das eigene Denken und Handeln. Ich gehe noch einen Schritt weiter: Meine Sprache beeinflusst auch meine eigene Persönlichkeit!
Ich habe viele wertvolle Erkenntnisse zur Wirkung der Sprache mit dem Lingva Eterna Sprach- und Kommunikationskonzept gewonnen. Dabei geht es um die Wirkung der eigenen Sprache auf die Kommunikation und auf die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. Das Konzept lenkt den Blick auf die Struktur der Sprache: auf den Wortschatz, den Satzbau und auf die Grammatik. Das Konzept ruht auf drei Säulen: auf der Präsenz des Sprechers, auf der Klarheit der Botschaft und auf der fundamentalen Wertschätzung des Gesprächspartners.

Wie wirkt sich meine Sprache auf meinen Unterricht aus?
Wie wirkt mein Wortschatz auf mein persönliches Denken?
Nach Fortbildungen an Schulen bekomme ich immer oft Rückmeldungen: Was bewirken andere Formulierungen beim Sprecher selbst und in seinem Umfeld? Ein Kollege erzählte, dass er mit Aktivsätzen nun im Sekretariat ein freundliches Lächeln mit dem Angebot eines Kaffees erhält, vorher war es meist ein mürrischer Blick, der hieß: „Warum willst du mich stören?“

Angehende Fachlehrer, die ich in der Ausbildung begleite, berichten oft fasziniert von neuen und positiven Erfahrungen. Der schwierige Schüler ist plötzlich ansprechbar und ändert sein Verhalten, der ruppige Kollege schenkt ein Lächeln und bietet seine Mithilfe an. Der eigene Berg vieler Aufgaben und Pflichten wird übersichtlich und erscheint machbar.

Ich lade Sie ein, Ihre eigenen Formulierungen genau anzuschauen. Menschen konzentrieren sich auf den Inhalt ihrer Botschaft; meist wissen sie nicht, welchen Satzbau sie konkret verwenden.
In den Schulen gibt es viele Passivformulierungen. In der Berufsschule bilden wir Fachleute für Handwerk, Industrie und Handel aus. Oft steht dabei das Tun, das Handeln im Vordergrund, nicht die Sprache. Gerade da lohnt es sich, auf die eigene Sprache zu achten und Aktivsätze zu formulieren; denn „Jedes Wort wirkt – immer!    

Literatur:
Jedes Wort wirkt. Bewusste Sprache in der Pädagogik [Lingva Eterna Verlag GmbH, 1. Auflage 2015, ISBN-13: 978-3-9811454-5-8 Preis: 18.80 €
Die Kraft der Sprache für Pädagogen [1. Auflage 2014, EAN: 4 260198 990170 Preis: 14.90 €

VLB Verband der Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern e.V.
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