Förderung der Lehrergesundheit: Supervision, Coaching, kollegiale Fallberatung, Fortbildungen

Geschrieben von Wolfgang Lambl

Das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst hat mit Schreiben vom 31.01.2017, Gz. IV.9 – BS4305.21 – 6a. 376 die Schulleitungen aller staatlichen Schulen über Angeb    ote und Ansprechpartner der Staatlichen Schulberatungsstellen zur Förderung der Lehrergesundheit wie folgt informiert:
“Die Staatlichen Schulberatungsstellen in Bayern halten eine Vielzahl von Angeboten für Schulen und Lehrkräfte bereit, die berufsspezifische Gesundheitsaspekte in den Mittelpunkt stellen und staatliche Lehrkräfte und Schulleitungen im professionellen Handeln und bei der Bewältigung typischer Herausforderungen ihres Berufsalltags unterstützen.

Nach einem Modellversuch wurden bereits 2007 an den neun Staatlichen Schulberatungsstellen Schulpsychologinnen und Schulpsychologen mit einer zertifizierten Weiterbildung in Supervision als Gesundheitsbeauftragte eingesetzt. Sie stellen Angebote zu Supervision und Coaching sowie Fortbildungs- und Beratungsangebote für Lehrkräfte aller Schularten sowie für Schulleitungen und andere schulische Führungskräfte bereit, um professionelles Handeln zu unterstützen und damit gesundheitlichen Belastungen präventiv und interventiv zu begegnen.
Die Angebote der Gesundheitsbeauftragten an den Staatlichen Schulberatungsstellen werden auf besonderen Wunsch von Herrn Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle und Herrn Staatssekretär Georg Eisenreich ab dem Schuljahr 2016/17 in mehreren Schritten ausgebaut. Ziel ist es, flächendeckende Angebote zur Unterstützung der Professionalisierung von Lehrkräften und schulischem Führungspersonal, zur Begleitung in der beruflichen Entwicklung und zum konstruktiven Umgang mit spezifischen beruflichen Belastungen zu schaffen.

Die Tätigkeiten der Gesundheitsbeauftragten und ihrer Teammitglieder unterliegen gemäß der Bekanntmachung des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus „Schulberatung in Bayern“ vom 29. Oktober 2001 der Verschwiegenheit. Für eine Übersicht über die regional zuständigen Ansprechpartner und deren Kontaktdaten wird auf die Anlage verwiesen.

1.    Struktur der Angebote
Die Angebote der Gesundheitsbeauftragten an den Staatlichen Schulberatungsstellen umfassen künftig im Besonderen die drei folgenden Säulen:

a)    Supervision und Coaching
Supervision ist eine lösungsorientierte Beratungsform zur Reflexion des beruflichen Alltags. Die Teilnehmer bringen in Einzelsupervision, in Teams von Lehrkräften oder Funktionsträgern, in gemischten Gruppen von Lehrkräften gleicher oder verschiedener Schularten oder in Schulleitungsteams ihre Anliegen, Fragestellungen und Erfahrungen ein. Ausgehend von konkreten, aktuellen Situationen werden sowohl die persönlichen Anteile als auch die gegebenen Rahmenbedingungen aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Durch den kreativen Dialog aller Beteiligten unter der Leitung eines Supervisors oder einer Supervisorin werden Ressourcen aktiviert, Handlungsmöglichkeiten und Sichtweisen erweitert und neue Möglichkeiten im Umgang mit beruflichen Herausforderungen entwickelt.
Coaching ist eine spezielle lösungsorientierte Form der Supervision für Führungskräfte. Im Einzelgespräch oder im Gespräch in kleinen Gruppen Funktionsgleicher mit einem Coach werden Rollenerwartungen, Rollenanforderungen und Führungskonzepte, aber auch konkrete Fragestellungen aus dem Führungsalltag thematisiert – mit der Zielsetzung, die Identitätsbildung auf Führungsebene voranzubringen, eigene Kompetenzen auszubauen und die Berufszufriedenheit zu steigern.
Coaching und Supervision für schulische Führungskräfte sind besonders gut geeignete Instrumente zur Professionalisierung von Schulleiterinnen und Schulleitern, Stellvertreterinnen/Konrektorinnen und Stellvertretern/Konrektoren sowie Mitgliedern von Schulleitungen. Rückmeldungen der bisherigen Teilnehmer ergeben positive Effekte bei der Klärung von Aufgaben und Rollen sowie der Stärkung der Moderations-, Gesprächsführungs- und Führungskompetenz.
Für Supervision und Coaching stehen Lehrkräften und Schulleitungen an den Staatlichen Schulberatungsstellen erfahrene Schulpsychologinnen und Schulpsychologen mit einer zertifizierten Weiterbildung zur Supervisorin, zum Supervisor oder zum Coach zur Verfügung. Ihre Angebote sind im Bereich der Supervision auf ein bis zwei Schuljahre, im Bereich des Coachings auf bis zu 5 Schuljahre begrenzt.

b)    Kollegiale Fallberatung
Die kollegiale Fallberatung richtet sich an alle staatlichen Lehrkräfte und ist ein systematisches Gruppenverfahren, in dem Kolleginnen und Kollegen gemeinsam anhand einer vorgegebenen Gesprächsstruktur berufliche Fragen und Themen aus der schulischen Praxis beraten und Lösungen erarbeiten.
Zur Moderation kollegialer Fallberatungsgespräche an Ihrer Schule können an allen Staatlichen Schulberatungsstellen erfahrene Beratungslehrkräfte, Schulpsychologinnen und Schulpsychologen mit einer Weiterbildung in kollegialer Fallberatung angefragt werden.

c)    Fortbildungen
Die Gesundheitsbeauftragten an den Staatlichen Schulberatungsstellen bieten Fortbildungen für Lehrkräfte und schulische Führungskräfte zu verschiedenen Themen an, u.a. zum Zeit- und Selbstmanagement, zur Gesprächsführung, zur Stärkung der Lehrerpersönlichkeit und der Klassenführung, zur Burnout-Prophylaxe, zum gesundheitsförderlichen Umgang mit Konflikten und beruflichen Belastungen oder zum Ausbau der Führungskompetenzen und zur Teambildung in der erweiterten Schulleitung. Über die Fortbildungsangebote der Gesundheitsbeauftragten an den Staatlichen Schulberatungsstellen können Sie sich über die Homepage der jeweiligen Schulberatungsstelle informieren (www.schulberatung.bayern.de). Eine Anmeldung ist entweder über die bayerische Fortbildungsdatenbank FIBS (fibs.alp.dillingen.de) oder direkt bei den Staatlichen Schulberatungsstellen möglich.
Ein besonders wirksames Fortbildungsangebot zur Förderung der Lehrergesundheit stellt das Präventionsprogramm AGIL (Arbeit und Gesundheit im Lehrberuf) dar. Es wurde von der Schön Klinik Roseneck, Prien am Chiemsee (Prof. Dr. Andreas Hillert) entwickelt und in Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilians-Universität München, Lehrstuhl für Schulpädagogik (Prof. Dr. Ewald Kiel) im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst weiterentwickelt und evaluiert. Das Training basiert auf der Erkennung und Entschärfung von Stressoren und zielt auf eine Steigerung der Selbstwirksamkeit ab. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwerben langfristig tragfähige Handlungskompetenzen, um die eigenen Belastungen im Umgang mit beruflichen Anforderungen niedrig zu halten. Die wissenschaftliche Evaluation hat eine hohe und nachhaltige Wirksamkeit des Trainingsprogramms nachgewiesen.
An der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung Dillingen wurden Schulpsychologinnen, Schulpsychologen und erfahrene Beratungslehrkräfte als AGIL-Trainerinnen und Trainer ausgebildet, die über die Staatlichen Schulberatungsstellen schulinterne und schulübergreifende Fortbildungsangebote bereithalten.
Über die Fortbildungsdatenbank FIBS stehen den bayerischen Lehrkräften und Schulleitungen weitere Angebote zur Gesundheitsförderung auf allen Ebenen der staatlichen Lehrerfortbildung zur Verfügung.

2.    Individuelle Beratung
Darüber hinaus bieten die Gesundheitsbeauftragten an den Staatlichen Schulberatungsstellen individuelle persönliche und telefonische Beratung zum Themenbereich Lehrergesundheit an. Mögliche Anlässe hierfür können beispielsweise Fragen zur Orientierung und Unterstützung im beruflichen Handeln, in einer beruflichen Krise oder nach einer Krankheit, zur Wiedereingliederung, zur Balance zwischen Anforderung und Leistungsfähigkeit oder bei Anzeichen eines Überforderungssyndroms sein.

3.    Reisekostenerstattung
Reisekosten, die staatlichen Lehrkräften und Schulleitungen bei der Teilnahme an den Angeboten zu Supervision und Coaching, an kollegialer Fallberatung oder an Fortbildungen der Staatlichen Schulberatung zum Bereich Lehrergesundheit entstehen, werden entsprechend den Regelungen des Bayerischen Reisekostengesetzes erstattet. Der Antrag auf Reisekostenersatz für Fortbildungsreisen ist durch die Lehrkraft mit einer Kopie dieses Schreibens bei der zuständigen Reisekostenstelle des Landesamtes für Finanzen (für Lehrkräfte oberbayerischer Schulen: Dienststelle München, Alexandrastr. 3, 80538 München, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; für Lehrkräfte anderer Regierungsbezirke: Dienststelle Ansbach, Postfach 612, 91511 Ansbach, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) vorzulegen (Kap. 05 04 Tit. 525 95).

Sehr geehrte Frau Schulleiterin, sehr geehrter Herr Schulleiter,
bei der Förderung der Berufszufriedenheit und der Gesundheit an Ihrer Schule fällt Ihnen im Rahmen der Personalentwicklung und der Fürsorge eine Schlüsselrolle zu. Die Staatliche Schulberatung unterstützt Sie in Ihrem Führungshandeln im Rahmen ihrer Dienstaufgabe „Beratung von Schule und Lehrkräften“. Ich bitte Sie daher, die oben genannten Angebote der Staatlichen Schulberatung zum Themenbereich Lehrergesundheit in Ihrem Kollegium bekannt zu machen, beispielsweise im Rahmen der nächsten Lehrerkonferenz und über einen Aushang dieses Schreibens im Lehrerzimmer….”


Anlage:
Staatliche Schulberatungsstellen in Bayern:

Gesundheitsbeauftragte

Staatliche Schulberatungsstelle
für Oberbayern-Ost
Beetzstraße 4
81679 München    Herr StD Alexander Geist
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Tel. 089/98 29 551 10/11

Staatliche Schulberatungsstelle
für Oberbayern-West
Infanteriestraße 7
80797 München    Frau BerRin Petra Bachheibl
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Tel. 089/55 899 24-16

Staatliche Schulberatungsstelle
für München Stadt und Landkreis
Infanteriestraße 7
80797 München    Frau StDin Andrea Klement
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089/55 899 89-81

Staatliche Schulberatungsstelle
für Niederbayern
Seligenthaler Straße 36
84034 Landshut    Frau BRin Brigitte Eder
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Tel. 0871/4 30 31-19

Staatliche Schulberatungsstelle
für die Oberpfalz
Weinweg 2
93049 Regensburg    Frau OStRin Margit Scharl
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Tel. 0941/2 20 36

Staatliche Schulberatungsstelle
für Oberfranken
Theaterstraße 8
95028 Hof    Frau StDin Regina Knape
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Tel. 09281/1 40 03 60

Staatliche Schulberatungsstelle
für Mittelfranken
Glockenhofstraße 51
90478 Nürnberg    Frau OStRin Tanja Zink
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Tel. 0911/5 86 76-16

Staatliche Schulberatungsstelle
für Unterfranken
Ludwigkai 4
97072 Würzburg    Herr BR André Steidle
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Tel. 0931/79 45-430

Staatliche Schulberatungsstelle
für Schwaben
Beethovenstraße 4
86150 Augsburg    Herr StD Markus Prummer
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Tel. 0821/50 91 60

Freistellung für die örtlichen Personalräte: Anpassung der Richtwerte ist überfällig

Geschrieben von Wolfgang Lambl

Ab 01.08.2016 nehmen die neu gewählten Personalvertretungen ihre Tätigkeit auf. Für die Tätigkeit als Personalrat hat der Gesetzgeber im BayPVG eine Freistellungsregelung in Art. 46 BayPVG getroffen. Leider hat der Gesetzgeber die Freistellung nur für Dienststellen mit mindestens 400 Beschäftigten eindeutig geregelt. Eine Freistellung für Mitglieder in Personalräten mit weniger als 400 Beschäftigten – darunter fallen alle beruflichen Schulen – wird in Bayern nicht ressortübergreifend geregelt. Das Finanzministerium hatte 1994 die Möglichkeit eröffnet, die Freistellungen deutlich zu erhöhen. Im Kultusbereich wurde diese Verbesserungsmöglichkeit bisher leider nicht in diesem Umfange genutzt, da dafür Stellen im Haushalt erforderlich sind.

Was lange währt, wird endlich...
Vor nunmehr über 35 Jahren, am 24.3.1981 wurde das KMS zu den Freistellungen für die örtlichen Personalräte verfasst, im Gegensatz zu vielen kultusministeriellen Schreiben hat diese Richtlinie die Jahrtausendwende überdauert, und feiert ein stolzes Jubiläum von 30 Jahren!
Die gestiegenen Anforderungen an die Personalräte werden seither sträflich negiert – auch darin drückt sich eine Wertschätzung für die Arbeit der gewählten Vertreter der Beschäftigten aus.
Nach 35 Jahren kommt im Rahmen der Dienstrechtsreform und der eigenverantwortlichen Schule zusätzliche Arbeit auf die Personalräte zu. Beratung in den neuen komplizierten dienstrechtlichen Angelegenheiten, Mitbestimmung bei Versetzungen, Übertragung von Aufgaben eines höher¬wertigen Amtes, bei den Leistungselementen der Dienstrechtsreform, von Elternzeit, Laufbahn¬recht bis zur Altersteilzeit und Pensionierung sind die Regelungen immer umfangreicher geworden. Jeder Betrieb achtet darauf, dass seine Mitarbeiter qualifiziert sind, bei den Personalräten an Schulen soll dies aber zum Nulltarif erfolgen. Von 5 Mitgliedern eines Personalrates einer beruflichen Schule mit 90 Beschäftigten erhalten zwei jeweils eine Anrechnungsstunde pro Schuljahr, 3 Mitglieder des örtlichen Personalrates erfüllen die gesetzlich vorgeschriebenen Aufgaben ohne adäquate Anerkennung. Wie sollen sie sich auf Sitzungen vorbereiten, qualifiziert mitdiskutieren, wenn man ihnen dafür keine Zeit einräumt?
Wenn man Personalvertretung ernst nimmt, wenn man die Bedeutung einer informierten Personalvertretung erkennt, bleibt nur noch Eines: Umsetzung der Richtlinien des finanzministeriellen Schreibens aus dem Jahre 1994 und eine Verdoppelung der Freistellungen für die örtlichen Personalräte!

Die Hauptpersonalräte werden weiterhin mit den örtlichen Personalvertretungen für dieses Ziel kämpfen!

„Zusagen müssen eingehalten werden!“
Nach jahrelangen Initiativen und intensiven Verhandlungen konnte am 24. März 2011 ein erster Anpassungsschritt bei den Freistellungen für örtliche Personalräte erreicht werden.
Zusätzlich wurde vereinbart, dass im Herbst 2012 / Frühjahr 2013 evaluiert wird, inwieweit die gestiegenen Anforderungen an die Personalvertretungen im Zusammenhang mit der Dienstrechtsreform und einer möglichen Erweiterung von Aufgaben der Schulen eine weitere entsprechende Anpassung der Freistellung erforderlich machen.
Trotz der eindeutigen Evaluationsergebnisse hat Herr Staatsminister Dr. Spaenle bisher der erforderlichen Anpassung der Freistellungsrichtwerte (noch) nicht in Auftrag gegeben.

VLB-Personalräte - immer stark an Ihrer Seite!

Freistellung für die örtlichen Personalräte - Anpassung der Richtwerte ist überfällig

Geschrieben von Wolfgang Lambl

Ab 01.08.2016 nehmen die neu gewählten Personalvertretungen ihre Tätigkeit auf. Für die Tätigkeit als Personalrat hat der Gesetzgeber im BayPVG eine Freistellungsregelung in Art. 46 BayPVG getroffen. Leider hat der Gesetzgeber die Freistellung nur für Dienststellen mit mindestens 400 Beschäftigten eindeutig geregelt. Eine Freistellung für Mitglieder in Personalräten mit weniger als 400 Beschäftigten – darunter fallen alle beruflichen Schulen - wird in Bayern nicht ressortübergreifend geregelt. Das Finanzministerium hatte 1994 die Möglichkeit eröffnet, die Freistellungen deutlich zu erhöhen. Im Kultusbereich wurde diese Verbesserungsmöglichkeit bisher leider nicht in diesem Umfange genutzt, da dafür Stellen im Haushalt erforderlich sind.

Was lange währt, wird endlich...
Vor nunmehr über 35 Jahren, am 24.3.1981 wurde das KMS zu den Freistellungen für die örtlichen Personalräte verfasst, im Gegensatz zu vielen kultusministeriellen Schreiben hat diese Richtlinie die Jahrtausendwende überdauert, und feiert ein stolzes Jubiläum von 30 Jahren!

Die gestiegenen Anforderungen an die Personalräte werden seither sträflich negiert – auch darin drückt sich eine Wertschätzung für die Arbeit der gewählten Vertreter der Beschäftigten aus.

Nach 35 Jahren kommt im Rahmen der Dienstrechtsreform und der eigenverantwortlichen Schule zusätzliche Arbeit auf die Personalräte zu. Beratung in den neuen komplizierten dienstrechtlichen Angelegenheiten, Mitbestimmung bei Versetzungen, Übertragung von Aufgaben eines höher¬wertigen Amtes, bei den Leistungselementen der Dienstrechtsreform, von Elternzeit, Laufbahn¬recht bis zur Altersteilzeit und Pensionierung sind die Regelungen immer umfangreicher geworden. Jeder Betrieb achtet darauf, dass seine Mitarbeiter qualifiziert sind, bei den Personalräten an Schulen soll dies aber zum Nulltarif erfolgen. Von 5 Mitgliedern eines Personalrates einer beruflichen Schule mit 90 Beschäftigten erhalten zwei jeweils eine Anrechnungsstunde pro Schuljahr, 3 Mitglieder des örtlichen Personalrates erfüllen die gesetzlich vorgeschriebenen Aufgaben ohne adäquate Anerkennung. Wie sollen sie sich auf Sitzungen vorbereiten, qualifiziert mitdiskutieren, wenn man ihnen dafür keine Zeit einräumt?

Wenn man Personalvertretung ernst nimmt, wenn man die Bedeutung einer informierten Personalvertretung erkennt, bleibt nur noch Eines: Umsetzung der Richtlinien des finanzministeriellen Schreibens aus dem Jahre 1994 und eine Verdoppelung der Freistellungen für die örtlichen Personalräte!
Die Hauptpersonalräte werden weiterhin mit den örtlichen Personalvertretungen für dieses Ziel kämpfen!

„Zusagen müssen eingehalten werden!“
Nach jahrelangen Initiativen und intensiven Verhandlungen konnte am 24. März 2011 ein erster Anpassungsschritt bei den Freistellungen für örtliche Personalräte erreicht werden.
Zusätzlich wurde vereinbart, dass im Herbst 2012 / Frühjahr 2013 evaluiert wird, inwieweit die gestiegenen Anforderungen an die Personalvertretungen im Zusammenhang mit der Dienstrechtsreform und einer möglichen Erweiterung von Aufgaben der Schulen eine weitere entsprechende Anpassung der Freistellung erforderlich machen.

Trotz der eindeutigen Evaluationsergebnisse hat Herr Staatsminister Dr. Spaenle bisher der erforderlichen Anpassung der Freistellungsrichtwerte (noch) nicht in Auftrag gegeben.

VLB-Personalräte - immer stark an Ihrer Seite!

Personalrat werden ist schon schwer – Personalratsarbeit noch viel mehr!“

Geschrieben von Wolfgang Lambl

HPR und BFW-VLB schulen wieder neu gewählte Personalräte.
Grundschulungen Teil I für Personalräte an beruflichen Schulen 2016

Das Bildungs- und Förderwerk des Verbandes der Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern (VLB) e.V. und der Hauptpersonalrat bieten für erstmals gewählte Personalräte wieder zweitägige Grundschulungen Teil I an.

Wenn Sie an einer dieser Schulungen teilnehmen möchten, melden Sie sich baldmöglichst an.

Da sich erfahrungsgemäß mehr Kolleginnen und Kollegen anmelden als Teilnehmerplätze (ca. 40) zur Verfügung stehen, erfolgt die Vergabe der Plätze nach Eingang der Anmeldung.

Anmeldebestätigung und die erforderlichen Unterlagen werden Ihnen ca. 2 Wochen vor dem Schulungstermin zugestellt.

Nichtberücksichtigte Anmeldungen werden auf die „Vormerkliste“ für weitere Personalratsschulungen in 2017 gesetzt.

Die Schulungen sind mit KMS ll.5-5P9008-7b.46376 vom 23.05.2011 genehmigt.

Soweit Kostenzusage durch den Dienstherrn/Arbeitgeber für die genehmigte Schulungsveranstaltung zugesagt wird, sind anfallenden Kosten auf Antrag durch den Dienstherrn/Arbeitgeber zu ersetzen.

Dienstbefreiung ist zugesagt, soweit nicht wichtige dienstliche Gründe entgegenstehen.

Mit der Bestätigung Ihrer Anmeldung erhalten Sie genauere Angaben über den Tagungsort und -ablauf.

Termine:

Datum

Vorgesehener Teilnehmerkreis: Personalräte…

Geplanter Schulungsort

20.09. bis 21.09.2016

Niederbayern-Oberpfalz Oberbayern

Straubing

13.10. bis 14.10.2016

Unterfranken – Oberfranken - Mittelfranken

Banz

26.10. bis 27.10.2016

Schwaben

Roggenburg

02.11. bis 03.11.2016
(Herbstferien !)

Niederbayern-Oberpfalz Oberbayern

Straubing

06.12. bis 07.12.2016

Unterfranken – Oberfranken - Mittelfranken

Banz

19.12. bis 20.12.2016

Oberbayern

München

Vormerkung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

„Mehr Sekretariatsstellen für die Flüchtlingsbeschulung“

Geschrieben von Wolfgang Lambl

Hauptpersonalrat und VLB erfolgreich

Mit Schreiben vom 29.04.2016, Gz. VI.7-BP 9050 – 7b.37174 hat das StMBW den Zuteilungsschlüssel für die Bereitstellung von Verwaltungskräften der Schulleitung im Rahmen der Beschulung der berufsschulpflichtigen Asylbewerber und Flüchtlinge ergänzt.

Ab 1. Mai 2016 werden den Regierungen für den Bereich der beruflichen Schulen nachfolgende zusätzliche Stellen für Verwaltungspersonal der Schulleitung im Rahmen der Beschulung der berufsschulpflichtigen Asylbewerber und Flüchtlinge bei Kap. 05 15 Tit. 428 01 zur Bewirtschaftung zugewiesen:

Regierung von Oberbayern    10,05 Stellen Entgeltgruppe 6 TV-L
Regierung von Niederbayern    3,7 Stellen Entgeltgruppe 6 TV-L
Regierung der Oberpfalz        3,25 Stellen Entgeltgruppe 6 TV-L
Regierung von Oberfranken    3,5 Stellen Entgeltgruppe 6 TV-L
Regierung von Mittelfranken    5 Stellen Entgeltgruppe 6 TV-L
Regierung von Unterfranken    3,25 Stellen Entgeltgruppe 6 TV-L
Regierung von Schwaben        6,2 Stellen Entgeltgruppe 6 TV-L

Die Regierungen werden im Rahmen der zugewiesenen Stellen ermächtigt, ab 1. Mai 2016 bestehende unbefristete Arbeitsverträge von Verwaltungspersonal der Schulleitung unbefristet aufzustocken bzw. Neueinstellungen auf unbefristeten Arbeitsvertrag vorzunehmen.

In diesem Zusammenhang wird der mit KMS vom 01.08.1990 Nr. IV/14-13/80 275 festgelegte Schlüssel für die Bereitstellung von Verwaltungskräften der Schulleitung

Zahl der Schüler/Schülerinnen Zahl der Verwaltungskräfte
bis 300 1
301-700 1,5
701-1100 2
1101-1600 2,5
1601-2200 3
2201-2900 3,5
2901-3700 4
über 3700 4,5

mit Wirkung vom 1. Mai 2016 wie folgt ergänzt:

 

Zahl der Berufsintegrationsklasse Zahl der Verwaltungskräfte
2-5 0,2
6-10 0,35
11-19 0,6
ab 20 0,8

Nach den vorliegenden Informationen beabsichtigt nun auch die Stadt Nürnberg auf die VLB-Forderungen zu reagieren.

Ihre Anliegen – Unser Auftrag!

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VLB Verband der Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern e.V.
Dachauer Straße 4 Ι 80335 München Ι Telefon 0 89-59 52 70 Ι Telefax 0 89-5 50 44 43 Ι Email info(at)vlb-bayern.de